Dez 102008
 

Passau, 10. Dezember 2008: Am 10. Dezember 1948 wurde die Menschenrechtscharta von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ausgerufen. Ein Grund, euch mit ein paar Infos zu versorgen.

Die Deutsche Welle hat anlässlich des Jubliäums einen guten Überblick zusammengestellt, den ihr hier findet.

Oder wer’s kürzer mag: Ein Beitrag der Tagesschau zum Thema.

Grüße
Astrid

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    Die Menschenrechte feiern Geburtstag

10. Dezember 2008 (PM, Amnesty International Youth): Vor sechzig Jahren, am 10. Dezember 1948, unterzeichneten die Staaten erstmals ein internationales Abkommen zum Schutz der Menschenrechte. Doch was sind das genau, Menschenrechte?

«Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren» – diesen Grundsatz hielt die internationale Staatengemeinschaft am 10. Dezember 1948 als oberstes Gebot in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) fest. Damit wurde ein grundlegendes ethisches Prinzip auf die oberste rechtliche Ebene gehoben: Alle Menschen haben unabhängig von ihrer Staatenzugehörigkeit, ihrer Religion und ihren Ansichten Rechte, die ihnen von Natur aus zustehen und die ihnen unter keinen Umständen weggenommen werden können. Die Idee dahinter ist, dass alle Menschen gleichwertig sind und jeder Anspruch auf ein würdiges und selbstbestimmtes Leben hat.

Schutz der Menschen vor dem Staat

Bereits zuvor hatten verschiedene Länder wie die USA und Frankreich gewisse Menschenrechte in ihren Gesetzen verankert. Mit der AEMR wurden diese jedoch erstmals weltweit geschützt. Grund dafür waren die Grausamkeiten des 2.Weltkriegs, die zur Erkenntnis geführt hatten, dass der Schutz der Menschenrechte nicht den einzelnen Staaten überlassen werden durfte.

In der AEMR wurden verschiedene Rechtskategorien festgehalten: Rechte zum Schutz der Person (z.B. Recht auf Leben, Sklavereiverbot, Folterverbot), Freiheitsrechte (z.B. die Versammlungs- Meinungs- und Religionsfreiheit) und schliesslich die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte (z.B. das Recht auf Bildung, Nahrung oder Gesundheit).

Moralisches Gewicht

Obwohl die AEMR rechtlich nicht verbindlich ist, hat sie ein hohes moralisches Gewicht und ist die Grundlage für alle weiterführenden internationalen, regionalen und nationalen Menschenrechtsabkommen (z.B. die Europäische Menschenrechtskonvention). Heute haben fast alle Staaten zumindest einen Teil der Menschenrechte in ihren Gesetzen verankert und sich damit zu ihrer Einhaltung verpflichtet.

60 Jahre nach der Verabschiedung der AEMR werden leider viele Rechte auch heute noch missachtet und zahlreiche Staaten profitieren von der Tatsache, dass es schwierig ist, die weltweite Einhaltung der Menschenrechte zu kontrollieren. Auf der anderen Seite bieten die Menschenrechtsabkommen die Grundlage dafür, dass die internationale Staatengemeinschaft, Organisationen wie Amnesty International aber auch jeder einzelne Mensch die Verantwortlichen an ihre Pflichten erinnern können.

Quelle: you and ai