Mai 212008
 

Würzburg, 17. Mai 2008: „In die Zukunft der Jugend investieren – durch Sport“, so der Slogan der größten Jugendorganisation Deutschlands, der Deutschen Sportjugend (dsj). Mit 9,5 Millionen Mitgliedern in über 90 000 Sportvereinen erreicht die dsj Jugendliche in allen Teilen Deutschlands und begrenzt ihr Engagement schon lange nicht mehr auf Sport, sondern mischt sich ebenso sehr in gesellschaftliche Themen, von Tibet bis zu den Milleniumsentwicklungszielen ein.



Wer, wie, was?

Unter dem Motto „Soziale Talente tun Deutschland gut“ fand zwischen dem 16. und 18. Mai ein Training für Multiplikatoren im Sport! In einem Seminarmarathon aus drei Modulen, die über das gesamte Jahr und das ganze Land verteilt sind, geht es um Teamwork, Organisation und politisches Engagement im Sport. Die Tourstation am 17. Mai drehte sich dabei um eine der Kernfragen nationaler und europäischer Jugendpolitik: Anerkennung nonformaler Bildung.

Als außerkurrikuläre, organisierte, aber freiwillige Weiterbildung nämlich ist nonformale Bildung inzwischen in einer jeden Bildungsbiographie immer wichtiger geworden. Die berühmten Soft Skills oder auch, wie es der deutschliebende Manager so gerne sagt: Schlüsselqualifikationen, wie Arbeiten in Teams, organisatorische Fähigkeiten, selbständiges Arbeiten oder Führungsstärke. Alles Dinge, die man locker nebenbei als Vorstandsmitglied, Gruppenleiter oder einfach auch Teilnehmer an Jugendprojekten lernt.

Non-formal education – nonformale Bildung – l’éducation non-formelle

Vor allem das Europäische Jugendforum treibt derweilen in Europa die Diskussion voran, nonformaler Bildung mehr Anerkennung zu zahlen: finanziell, aber auch was die Rechte und strukturelle Unterstützung von Jugendorganisationen oder engagierten Jugendlichen angeht.

Was in Europa allerdings eher als Zusatz in der Bildungsbiographie, ist in Ländern wie Afrika oft der einzige Zugang, den Kinder und Jugendliche zu Bildung in einer Gesellschaft haben. Jugendorganisationen, wie UNICEF, die UNESCO oder auch zahlreiche Entwicklungsprojekte springen dann ein, wenn Schulen und Ausbildungsstätten überfüllt oder nicht vorhanden sind.

Angesichts des weit reichenden Erfahrungshintergrundes der Teilnehmer, können sich unsere Forderungen auch wirklich sehen lassen.
Ich danke für die nette Beherbergung, die interessanten Gespräche und den Teamern, Eva, Christian und Bettina.

Bis zur Rugby EM in Hannover (die nächste Tourstation kommt bestimmt),
Astrid

Die Pressemitteilung der dsj zur Veranstaltung findet ihr hier.