Aug 102011
 

Das Anne Frank Zentrum Berlin lud im Rahmen von „Guides United – Sommercamp für Menschenrechte“ in Thüringen die UN-Jugenddelegierten zu einer Talkrunde ein. Über Menschenrechte und Jugendliche kam Andreas am 10. August in der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar mit den ca. 50 Teilnehmer(inne)n ins Gespräch.Die Teilnehmer(innen) konnten in wechselnden Talkrunden neben Andreas mit vier weiteren Gesprächspartnern (von terre des femmes, vom Flüchtlingsrat Thüringen, von der EJBW und von XXX) einen lockerer Austausch pflegen. Andreas war geladen, um den Jugendlichen ein Ansprechpartner zu sein. Vor allem wurden Fragen diskutiert, wie Jugendliche auf internationaler Ebene partizipieren können, welche Rolle Menschenrechte in der Jugendpolitik auf UN-Ebene spielen und was das Weltaktionsprogramm für die Jugend mit der konkreten Arbeit der Jugendlichen zu tun hat.

Die jugendlichen Teilnehmer(innen) löcherten Andreas mit Fragen rund um sein Amt als Jugenddelegierter und seine Aufgaben bei den Vereinten Nationen.Zum Teil stellten die interessierten jungen Menschen sehr kritische Fragen, zu den Themen, mit denen sich Jugenddelegierte beschäftigen.

Zwei Beispiele: „Klimawandel? Gäb’s da nicht wichtigere Dinge für Jugendliche und was hat das mit Menschenrechten zu tun?“ Sehr viel, entgegneten jedoch andere. Die Gruppendiskussion zeigte: Die Jugend ist am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen – wenn die heutige Politik versagt verlässliche Rahmenbedingungen zu setzen und die Konsumgesellschaft nicht mit der Veränderung ihres Lebensstils beginnt. Menschenrechte spielen sehr wohl eine Rolle, wenn durch die Folgen einer Klimaerwärmung – oder durch Anpassungsmaßnahmen, beispielweise einem Stausee – das Recht auf freie Entwicklung jemandes Persönlichkeit, soziale Sicherheit und das Wohlergehen, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, plötzlich nicht mehr gesichert sind.

Ein zweites Thema: Auch beim Stichwort Migration verdeutlichte sich schnell, dass nicht jeder Flüchtling sein Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person geltend machen kann, und das Recht, jedes Land verlassen und zurückkehren zu können für viele Menschen der Erde nicht umsetzbar ist.

Den Jugendlichen wurde klar, dass viele globale Probleme auch nur in einem internationalen Rahmen gelöst werden können und die Vereinten Nationen, trotz aller Schwächen, immer noch das beste Instrument dafür sind.

Vielen Dank für die Einladung!