Feb 022009
 

Berlin, 1. Februar 2009: Inmitten einer Horde junger Aktivisten sitze ich gerade in hitzigen Diskussionen dazu, wie und ob sich eigentlich die Rahmenbedingungen jugendlichen Engagements in Deutschland verändern lassen. Der Anlass ist nicht von ungefähr: Die Diskussionsteilnehmer, die meisten von unterschiedlichen Organisationen nominiert, sind dabei, einen „Think&Do“-Tank zu gründen, der sich genau mit dieser Fragestellung befassen und Projekte zur Lösung derselben initiieren soll.

Eingeladen hatten die Jungs und Mädels der Ashoka Jugendinitiative Deutschland. Ashoka International wurde vor über 20 Jahren gegründet, um sich auf allen Teilen der Erde für einen wettbewerbsorientierten und effizienten sozialen Sektor einzusetzen. Marktwirtschaftliche Prinzipien und Ehrenamt schließen sich schließlich nicht aus, sondern ergänzen sich, oder?! Nachdem Ashoka vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern aktiv war, beschlossen sie 2003 auch nach Westeuropa zu expandieren und dorthin ihr Netzwerk aus Aktiven und „Social Entrepreneurs“ zu erweitern.

Jedes Jahr gibt es ca. 5-6 neue sog. „Ashoka Fellows“, also Ehrenamtler, die Besonderes geleistet haben, deren Projekte absolut neu sind, gesellschaftliche Bedürfnisse aufspüren und befriedigen und einen Systemwandel herbei führen (also, zumindest sind dies die Kriterien ;)). Einmal Ashoka Fellow gibt’s jede Menge Beratung und finanzielle Unterstützung frei nach dem Motto: Wieviel MEHR an Wandel könnte diese Person bewegen, wenn sie sich ganz allein auf ihr Projekt konzentriert?

Passend hierzu: Die Ashoka Jugendinitiative. Da das Meiste hier noch in den Kinderschuhen steckt, wurde die Zielgruppe als erstes einmal selber befragt. Und so versammelten wir uns, um einen gemeinsamen Brainstorm-Marathon anzutreten: Was könnte ein derartiger „rahmenbedingungenverändernder Think&Do“-Tank unternehmen? Wie sollte er organisiert sein und welche Themen kann er angehen?

Nach zwei Tagen ist man nun zwar einen großen Schritt weiter, aber noch lange nicht am Ende. Ein nächstes Treffen steht also bevor… dann gibt’s mehr.

Ein Dank geht an die Organisatoren als auch die vor Idealismus und Tatendrang strotzdenden TeilnehmerInnen. Bis bald,

Grüße, Astrid