Jul 202010
 

UNMobil

Schon kurz vor Kanzlerin Merkels Besuch in Bayreuth konnten auch wir am 20.07.2010 einen Tourstop in der Stadt Wagners einlegen. Der AK UN Society der Universität Bayreuth hatte uns zu einer spitzen Diskussionsrunde zum Thema Jugendpartizipation auf internationaler Ebene eingeladen.

Ganz gespannt machten wir uns Mitte Juli auf den Weg in ein Herzstück Frankens, dass wir nach unserer Ankunft auch gleich näher entdecken durften. Bei leckerem Eis konnten wir einen tollen Sonnentag genießen und dabei die Altstadt, den Park und das schöne Opernhaus besichtigen.

Nach dieser tollen Einstimmung freuten wir uns natürlich gleich doppelt auf die Diskussionsrunde mit Studenten und Studentinnen unterschiedlichster Studienrichtungen, die allesamt sehr UN interessiert und oftmals auch schon viele Erfahrung im Bezug auf Model United Nations gesammelt hatten.

Nach einer Vorstellung unserer Arbeit als Jugenddelegierte wurden wir eifrig über unsere bisherigen Erlebnisse gelöchert, was dann direkt in eine spannende Diskussion über unsere paritzipativen Möglichkeiten mündete. Doch unsere Tätigkeit stellt ja nur eine von unzähligen Möglichkeiten dar, auf internationaler Ebene als junger Mensch mit zu mischen. Engagement beispielsweise bei Jugendorganisationen von Parteien, auch auf internationaler Ebene, bei Nichtregierungsorganisationen, sogenannten NGOs wie z.B. Amnesty International oder Greenpeace und bei UN Organisationen (Unicef, …) sind große Chancen nicht nur im nationalen Bereich aktiv zu sein.

Doch schnell merkten wir, dass man erst einmal Grundsätzliches für das Thema Partizipation klären muss. Wer darf mitpartizipieren? Wer bestimmt es? …
Grundsätzlich sollte jeder Bürger, jede Bürgerin, gleich welchen Bildungsstandes, Grad der körperlichen Behinderung, etc. die Möglichkeit haben aktiv die Gesellschaft mit zu gestalten und seine/ihre Stimme zu nutzen.

Zudem stellten wir Punkte auf, die der Runde wichtig sind im Bezug auf Partizipation:

  • Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit (Informationen, Aufruf, Möglichkeiten aufzeigen)
  • Über Konsum: durch das eigene Verhalten, aber auch mit allgemeinen Regelungen
  • Mitgestaltung muss attraktiver werden → mehr Menschen die sich engagieren
  • Es müssen kulturelle Unterschiede beachtet werden
  • Voraussetzung für eine reelle Partizipation ist ein gleicher Stand an Informationen aller Beteiligten.

Daraus ergab sich die große Forderung:
Partizipative Beteiligung gelingt nur durch Bildung! → Mehr Bildungsangebote, die sich dahingehend orientieren und über Themen informieren! Die Informationen sollten möglichst neutral vermittelt werden.

Im Anschluss an das große Schwerpunktthema Partizipation auf internationaler Ebene diskutierten wir allgemein zum Thema UN. Daraus ergaben sich folgende Forderungen an die Vereinten Nationen:

  • Enger auf wenigere Themen fokussieren! Sich so intensiv, kritisch und komplexer mit den wichtigsten Themen der gesamten Menschheit befassen und dadurch mehr Bewusstsein schaffen.
  • Mehr Einfluss auf die Wirtschaft nehmen! Der Mensch muss im Mittelpunkt allen Denkens und Handelns stehen.

Weitere Ideen:

  • Alle restlichen Länder auch mit einbeziehen → zur Mitgliedschaft in der UN bewegen
  • Eine effizientere Bürokratieform schaffen
  • Die UN im Allgemeinen effizienter gestalten. Wenn Ziele erfüllt sind, das Thema auch abhaken. Keine Parallelorganisationen schaffen.

Ein rießen Dankeschön geht an Ole Oberst Berghaus, der uns so super gehostet und dieses tolle Treffen organisiert hat. Wir hoffen, dass wir und auch die nächsten Jugenddelegierten noch öfter eine tolle Zeit bei euch in Bayreuth erleben dürfen.