Jun 202013
 

DSCN505920.06.2013 – Mit den Eltern Stress? Die Freunde haben keine Zeit? Die Schule nervt? An wen wendet man sich und wo findet man in dieser schwierigen Situation schnelle und unbürokratische Hilfe? In Mannheim gibt es eine Auffangstelle für junge Menschen, die in Problemsituationen geraten sind. Diese Auffangstelle bietet schnelle, niedrigschwellige, unbürokratische, vielseitige Hilfe: für junge Menschen ohne Dach übern Kopf bietet sie Schlafplätze, für schulische wird individuelle Unterrichtseinheiten angeboten und bei sonstigen Schwierigkeiten wird einfach nur ein offenes Ohr angeboten.

Im Gespräch mit den beiden langjährigen hauptamtlichen ‚Eltern‘ der Auffangstelle und einer jungen Frau, haben sich folgende Forderungen ergeben:

  1. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die ihren Lebensmittelpunkt teilweise oder ganz auf die Straße verlegt haben, muss es flächendeckend finanziell gut ausgestattete Anlaufstellen geben, die einen wichtigen Beitrag zur (Über-)Lebensfähigkeit und gesellschaftlichen Wiedereingliederung der Betroffenen leisten.
  2. Nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ sollen Eingliederungs-Maßnahmen füIm Gespräch bei Freezoner betroffene junge Menschen gefördert werden, die auf Freiwilligkeit und Anonymität beruhen.
  3. Bildungssysteme müssen so reformiert werden, dass sie Durchlässigkeit und echte Chancengleichheit bieten – unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Hautfarbe.
  4. Betroffenen jungen Menschen muss präventiv Bildung angeboten werden, denn nur mit ausreichender Allgemeinbildung und anerkannten Schulabschlüssen ist echte gesellschaftliche Teilhabe möglich. Diese Bildungsmaßnahmen müssen individuell auf die Bedürfnisse, Talente und Defizite der jungen Betroffenen eingehen.

Dieser Besuch war sehr spannend und hat uns einen Einblick in eine noch eher unbekannte Welt ermöglicht.

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