Jul 182011
 

In Regensburg trafen wir uns am 18.Juli mit ehren- und hauptamtlichen Verantwortlichen des BDKJ-Diözesanverbandes Regensburg. Die Engagierten der katholischen Jugendarbeit erhielten dabei einen genaueren Einblick in die Themen und die Arbeit der Jugenddelegierten und erkundigten sich interessiert nach den bisherigen Eindrücken aus der Deutschlandtour. Gleichzeitig sie gaben uns auch einige Forderungen zum Kritischen Konsum und einer gerechteren Weltordnung auf unseren Weg zur Generalversammlung.In lockerer Atmosphäre setzten sich die Mitglieder des BDKJ-Diözesanvorstandes und weitere Verantwortliche katholischer Jugendverbände mit den beiden Jugenddelegierten zusammen. Der BDKJ ist der Dachverband der katholischen Jugendverbände, der in der Diözese Regensburg – die in etwa dem bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz entspricht – mehrere zehntausend Jugendliche erreicht. Nachdem wir unsere Arbeit vorgestellt hatten, erklärten die BDKJ-Vertreter(innen) ihre Ideen zur Umsetzung einer gerechteren Weltordnung.

Der BDKJ Regensburg hat sich und seine Mitgliedsverbände zu einen kritischen Konsum verpflichtet. In der Verbandsarbeit und in den Geschäftsstellen legt der BDKJ ethisch begründete Maßstäbe an, die einen verantwortungsbewussten Umgang im Einkaufsverhalten, im Energieverbrauch, in der Mobilität bis hin zur Müllvermeidung und –entsorgung fördern sollen. Grundlage dafür ist das entwicklungspolitische Leitbild des BDKJ. Es begründet sich aus Orientierungspunkten, die an der Wahrung der Menschenrechte, Globaler Solidarität und der Zukunftsfähigkeit angelehnt sind. Der BDKJ versucht ein „Konzept, das die Auswirkungen des eigenen Lebensstils auf soziale und ökologische Bedingungen weltweit betrachtet und die Konsumorientierung unserer Gesellschaft in Frage stellt“ umzusetzen. Jede(r) einzelne kann seinen Beitrag leisten, aber die Politik muss die Rahmenbedingungen setzen.

Um eine gerechtere Weltordnung zu erreichen, fordert der BDKJ von der Politik die eingegangenen Verpflichtungen zur Armutsbekämpfung endlich umzusetzen. Von einem „Öko-Sozialprodukt“, das ökologische und soziale Kosten abzubilden versucht, verspricht sich der BDKJ die Korrektur eines fehlgeleiteten Wachstumsgedankens. Der BDKJ fordert den Welthandel umzubauen durch den Abbau von Handelshemmnissen, einer Ausrichtung an Menschenrechten und Umweltstandards und der Durchsetzung einer Verantwortung und Haftung von multinationalen Unternehmen.

Abschließend gaben wir noch einen kurzen Einblick, wie diese Forderungen schon in Resolutionen und Beschlüsse eingeflossen sind – oder einfließen hätten können. Wo noch Baustellen offen sind und in welcher Form sich die Jugenddelegierten hier einbringen können.

Vielen Dank für die Einladung!