Dez 072006
 

Am vergangenen Mittwoch empfing Heidemarie Wieczorek-Zeul die Jugenddelegierten zur UNO-Generalversammlung (Christina Apel, Jan M. Munz) und des Global Youth Leadership Summits
(Lena Lütjens, Benjamin Folkmann) im Entwicklungs- ministerium in Berlin.

Sechs Monate lang tourten Apel/Munz zur Vorbereitung auf ihren Aufenthalt als Jugendexperten bei der UNO-Generalversammlung im Oktober durch Deutschland. Dabei diskutierten sie mit Jugendlichen aus der gesamten Republik über internationale Politik und Jugendfragen und reisten schließlich mit diesen Informationen im Gepäck nach New York.
Lütjens/Folkmann waren Ende Oktober bei einem Jugendgipfel der UNO, bei dem 350 Jugendliche aus 180 Ländern darüber diskutierten, was und wie junge Menschen zur Erreichung der Millenniumentwicklungsziele (MDGs) beitragen können.

Die Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul lud nun die vier engagierten Jugendlichen ein, um von ihnen Informationen über ihre Arbeit zu bekommen. In dem ausführlichen Gespräch erhielten die vier neben einem intensiven Gedanken- austausch mit der Ministerin auch die Möglichkeit, ihre konkreten Ideen und Zielsetzungen vorzustellen.

Ziel der Jugendlichen ist es mit Unterstützung des Deutschen Nationalkomitees für Internationale Jugendarbeit (DNK) und der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN), ein Netzwerk für junge Menschen aufzubauen, in dem Akteure im Bereich der MDGs und Jugendvertreter zu internationalen Konferenzen zusammen kommen, um gemeinsame Strategien für eine verstärkte Informations- und Projektarbeit rund um die MDGs und das Weltaktionsprogramm für die Jugend zu leisten.

Denn tatsächlich ist es so, dass es eine große Überschneidung zwischen Zielen und Schwerpunkten beider Programme gibt, so zum Beispiel die Themen Armut, Bildung oder HIV/Aids. Immer wieder stellten Apel/Munz sowie Lütjens/Folkmann fest, dass Jugendliche zwar sehr an globalen Fragestellungen interessiert, jedoch meist weder über die MDGs noch das Jugendaktionsprogramm informiert sind. Dagegen wollen die vier nun mit Unterstützung des BMZ in konkreter Projektarbeit innerhalb des oben erwähnten Netzwerkes etwas tun.