Okt 292006
 

Ein letztes Wochenende in New York
Mit viel Glück hatten wir, wie fast in den ganzen letzten zwei Wochen, das Wetter auch an diesem Wochenende auf unserer Seite. Wir nutzen den Sonnenschein, um Central Park zu erkunden und einmal aus Manhattan raus in die Bronx zu fahren. Abends besuchten wir ein Konzert in der riesigen Carnegie Hall. Die günstigen Tickets für 10$ katapultieren den Besucher in die letzte Reihe, die ca. 40m über der Bühne liegt. Am Sonntag trafen wir uns mit den anderen Jugenddelegierten, um den Bericht für al-Bayati zu überarbeiten und unsere gemeinsame Arbeit an einem Input-Paper für die kommende Jugendresolution 2007 zu diskutieren.

Die Wahl fünf neuer nicht-ständiger Mitgliedsstaaten für den Sicherheitsrat
…kann eine ziemlich langwierige Angelegenheit werden. Für die ersten vier Staaten, nämlich Indonesien, Italien, Belgien und Südafrika, war die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit schnell gefunden. Etwas schwieriger wurde es bei der Wahl des südamerikanischen Staates: Venezuela oder Guatemala? Stunde um Stunde wurden Zettel verteilt auf denen die Mitgliedstaaten handschriftlich den Kandidat ihrer Wahl notierten. Immer wieder wurden die Wahlzettel in mehren, großen Holzboxen eingesammelt, ausgezählt und das Ergebnis von der Präsidentin der Generalversammlung, al-Khalifa, bekannt gegeben. Bis Dienstagmittag war nach dem 15ten Wahlgang noch immer keine Entscheidung gefallen.

Die letzten zwei Tage im UNO-Gebäude
Es ist schon komisch. Plötzlich ist unser letzter Tag in der UNO da und wir fragen uns, wo um alles in der Welt die letzten drei Wochen geblieben sind… . So viele Erlebnisse an jedem Tag, so viele Treffen mit Diplomaten, Jugenddelegierten, UNO-Mitarbeiten, so viele Stunden Arbeit an unserer Rede, dem Sideevent, den Newslettern, dem Report und anderen Projekten. Eigentlich ganz klar, dass da die Zeit hier einfach wie im Flug vergehen musste. 🙂
Mit einem weinenden und einem lachenden Auge haben wir heute morgen Koffer gepackt. Es tut uns leid, dass wir gen Heimat aufbrechen müssen, schließlich gibt es hier noch so viel mehr zu tun. Andererseits freuen wir uns über unsere Arbeit in den vergangenen Wochen und sind gespannt auf die Jugendkonferenz in Bonn.