Jun 172014
 

13.6.2014 – Seit 2007 gibt es den Düsseldorfer Jugendrat, der aus 31 Mitgliedern besteht und von allen 11 – 21- jährigen Düsseldorfer*innen für drei Jahre gewählt wird um Jugendinteressen auf Kommunalebene zu vertreten. Am vergangenen Samstag besuchte Ozan den Jugendrat um mit ihnen über Ihre Arbeit und das Jugenddelegiertenprogramm zu reden und anschließend Forderungen zu den Themen Flüchtlings- und Bildungspolitik zu sammeln. Das Alter der Teilnehmer*innen reichte von 14 bis 21, was vielseitige Gespräche ermöglichte und deutlich machte: Für Politik ist niemand zu jung.

“Macht das überhaupt Sin_MG_0432n, das Jugenddelegiertenprogramm?”
“Wie ist so dein Lebenslauf?”
Viele Fragen hatten die Jugendrät*innen bezüglich des Programms und wurden kritisch als es darum ging herauszufinden ob Jugenddelegierte echte Jugendpartizipation möglich machen können. Es entwickelte sich eine spannende Debatte über die Schwierigkeiten politischer Jugendpartizipation, worüber die Jugendlichen einiges zu berichten hatten.

Im weiteren Verlauf des Nachmittags diskutiereten die jungen Düsselorfer*innen in entspannter Stimmung im Jugendzentrum Spilles über die aktuelle Lage und wogen ab, welche Argumente für und gegen ihre geforderten Maßnahmen sprechen könnten.

Vorallem bei der Flüchtlingspolitik ging es den Jugendlichen um einen ganzheitlichen Ansatz und um das Menschenbild, das Flüchtlingspolitik zugrunde liegt. So war neben der Forderung nach Kriegsprävention und Friedensförderung um primäre Fluchtgründe zu beheben, vorallem auch die Reform des Verständnisses von Flüchtlingen wichtig: Die Kosten von Asylverfahren als Invesitionen in Menschen begreifen, Flüchtlinge nicht ihres Selbstbestimmungsrechtes berauben, gleiche Rechte für Flüchtlinge beachten, den Begriff des Flüchtlings überdenken. Das Motto hierbei soll lauten: Aufeinander zugehen!

Auch bei der Diskussion um Bildungspolitik gab es vorallem einen Punkt, der vielen zusagte und eine direkte Brücke zur Flüchtlingspolitik schlug: Die Forderung nach der Trennung von Schule und Religion als notwendige Maßnahme um niemanden auszugrenzen und ein offenes Bildungssystem zu schaffen.

Celina und Ozan bedanken sich beim Jugendrat für die Einladung und wünschen weiterhin viel Erfolg bei der Arbeit.
Denn egal ob international oder kommunal: Jugendpartizipation muss auf allen Ebenen möglich sein!

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