Okt 062008
 

New York, 6. Oktober:
10:00 Uhr im Conferenceroom 1 des United Nations Headquarters in New York. Der Raum ist gut gefüllt. 192 Staatenvertreter scheinen tatsächlich allesamt vertreten zu sein. Soeben hat der niederländische Botschafter, Vorsitzender des 3. Ausschusses, die diesjährige Sitzung des 3. Ausschusses für kulturelle, humanitäre und soziale Themen eröffnet.

Astrid und ich sitzen unter den vielen Delegierten aus allen Ländern und sind sichtlich nervös. Wie konnte es passieren, dass wir als deutsche Jugenddelegierte auf Position 6 der Rednerliste stehen? Gleich nach den ersten 5 Statements der Staatengruppenvertreter (wie z.B. EU oder G77), sollten es also wir sein, die als erste zum Wort kommen würden.

Wie es aber der Zufall und einige intensive Fragen anderer Delegierter so wollten, dauerte es noch bis um 15:10 Uhr bis wir endlich das Vergnügen hatten unsere Rede vorm 3. Ausschuss der UN-Generalversammlung zu halten.

Im Nachhinein kommt einem das ganze Geschehen schon ein bisschen surreal vor. Hat einem wirklich gerade die ganze Welt zugehört? Oder haben die Delegierten vielleicht einfach weggehört? Hat sich unsere Rede wohl besser auf Chinesisch oder Arabisch angehört? Wir werden es wohl nie wirklich erfahren.

Fest steht aber, dass es eine wirklich unvergessliche Erfahrung war. Auch dass nach der Rede einige Delegierte auf uns zukamen und unsere Rede lobten, bleibt natürlich besonders in Erinnerung.
Wir hoffen natürlich sehr, dass bei den Delegierten einige Punkte unserer Rede hängen bleiben. Besonders schön war deswegen zu hören, dass auch die anderen Jugenddelegierten, die am heutigen Tag ihre Rede hatten, viele unserer Aussagen unterstützen. So sind wir uns eigentlich sicher, dass sich der ein oder andere Delegierte an die Aussagen von uns Jugenddelegierten während der Verhandlungen erinnern wird.

Nico

Den Text der Rede findet ihr hier.