Okt 152013
 

1385435_10202101804416173_494238975_nHeute, am Dienstag den 15. Oktober, feiern Muslime auf der ganzen Welt das Opferfest. Da dies auch für viele Diplomat*innen gilt, ist heute UN-Feiertag. Eine gute Möglichkeit einmal zurückzuschauen auf eine ereignisreiche und sehr (zeit-)intensive Woche.

Unsere Rede vor dem Sozialausschuss

Monatelang sind wir durch Deutschland getourt, haben mehr als 10 000 Kilometern zurückgelegt und über 1000 Jugendliche getroffen. Der Fokus unserer Rede lag auf den Themen „soziale Inklusion“, „Bildung (formale und non-formale)“ sowie “Jugendbeteiligung“.

Soziale Inklusion: In unserer Rede haben wir gleiche Chancen für alle Menschen gefordert und wünschen uns eine Gesellschaft ohne Diskriminierung und Intoleranz, vor allem gegenüber „sozial benachteiligten“ Gruppen.

Bildung: Wir haben versucht zu verdeutlichen, dass sowohl formale (Schul-)Bildung als auch non-formale Bildung (vor allem durch Jugendverbände) dafür sorgen, dass junge Menschen vollwertige, autonome und kritische Bürger unserer Gesellschaft und gut ausgebildete Arbeitskräfte für den Arbeitsmarkt werden können.

Jugendbeteiligung: Wir haben echte Möglichkeiten und Freiräume zur Partizipation auf allen Ebenen gefordert und wünschen uns neue, angemessene und innovative Möglichkeiten dazu.

Wir haben in Kürze auch noch vor unsere Rede auf Deutsch zu übersetzen und auch eine Version in „leichter Sprache“ zu veröffentlichen. Bis dahin müsst ihr euch aber leider noch ein wenig gedulden. Hier findet ihr noch einmal den Text der Rede und hier die Rede in Video-Form.

Side Events von vielen engagierten UN Jugenddelegierten aus der ganzen Welt

Insgesamt haben wir schon drei Side Events von befreundeten Jugenddelegierten bekommen. Am Donnerstag organisierte die Schweizer Jugenddelegierte Philine eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Jugend in Kriegs- und Nachkriegsgebieten“ organisiert. Am Freitag organisierten die belgischen Jugenddelegierten eine Veranstaltung zum Thema „Jugendbeteiligung bei der UN“. Und am Montag gab es in der Vertretung von Sri Lanka ein Side Event zur Jugendkonferenz 2014, die in Sri Lanka stattfinden wird. All diese Side Events zeigen, wie ernst wir Jugenddelegierten unsere Rolle nehmen und wir versuchen das meiste aus der doch sehr begrenzten Zeit hier bei der UNO rauszuholen. Wir konnten uns einen guten Eindruck machen und freuen uns nun, am Mittwoch auch selbst unser Side Event zu organisieren. Es wird um LGBT Rechte (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle) gehen und hier könnt ihr schon einmal unseren Flyer anschauen:

Flyer German Side Event on LGBT rights.jp

Arbeit an der Jugendresolution

Die diesjährige Jugendresolution enthält im Vergleich zu den Vorjahren sehr viele starke Passagen, die auf die Beschäftigungsfähigkeit von jungen Menschen eingeht. Das finden wir einerseits natürlich begrüßenswert, da laut der  “International Labour Organization“ (ILO) derzeit etwa 75 Millionen Jugendliche weltweit arbeitslos sind! Andererseits fürchten wir durch diesen sehr starken ökonomischen Fokus, dass „weichere“ Themen wie zum Beispiel Beteiligungsmöglichkeiten oder eine diskriminierungsfreie Gesellschaft in den Hintergrund geraten. Daher ist eines unserer Hauptanliegen für die Jugendresolution, einen Paragraphen wieder aufzunehmen, den es schon bei der letzten Jugendresolution gegeben hat und den wir um ein paar Elemente ergänz haben. So würden wir ihn gerne in der Resolution sehen (die Änderungen könnt ihr in fett nachvollziehen):

Urges Member States to promote equal opportunities for all and to eliminate all forms of discrimination against young people, also with regard to the labour market, including that based on race, colour, sex, sexual orientation and gender identity, language, religion, political or other opinion, national or social origin, property, health status, birth or other status and foster social inclusion for social groups such as young persons with disabilities, young migrants and indigenous youth on an equal basis with others; [Based on A/RES/66/121, OP 18]

Wir werden euch weiter auf dem Laufenden darüber halten, ob es uns gelingt unsere Vorhaben auch umsetzen zu können.

So lange senden wir euch aber schon einmal liebe Grüße aus dem „Big Apple“.

Elise und Florian - Über den Dächern von NY

Eure Elise und euer Florian

 

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