Jan 232009
 

Passau, 23. Januar 2009: Politikverdrossenheit, Euroskeptizismus, alles wilde Worte, denen man in Brüssel den Kampf angesagt hat. Vor allem junge Menschen sollen mehr an europapolitischen Themen mitwirken können. Aber ob und wie das funktioniert? …

1. Was passiert?

Seit einigen Jahren bemüht sich die Europäische Kommission und das jeweilige Land, das den Ratspräsidentschaftsvorsitz innehat, mehr mit der Jugend in Europa zu kommunizieren. Auf Konferenzen werden mit Vertretern von Jugendorganisationen daher alle paar Monate Forderungen und Positionen europäischer Jugendlicher zusammengestellt und an die Kommission weitergeleitet. In Brüssel nennt sich dieser Prozess strukturierter Dialog, in anderen Worten: Ziel ist es, sich mit Jugendlichen auseinander zu setzen, ohne eine Kommunikationsform fest zu institutionalisieren.

2. Funktioniert das denn?

Gute Frage. Von deutschen Jugendorganisationen wird der strukturierte Dialog nicht unkritisch gesehen (vgl. Positionen des DBJR). Zumindest aber werden in Brüssel u.a. dank des europäischen Jugendforums die jugendpolitischen Instrumente weiter ausgebaut. Ob sich demnächst Ergebnisse in realità erblicken lassen, wird sich wohl noch zeigen.

3. Warum überhaupt der ganze Artikel hier?

Bereits im November ist eine weitere der Brüsseler Konsultationsveranstaltungen zu Ende gegangen. Jedes Jahr wird dort eine europäische Jugendwoche veranstaltet, die Vorschläge für Leitlinien europäischer Jugendpolitik ausarbeitet. Das von der Kommission angeregte Programm „Jugend für Europa“ hat vor Kurzem die Vorschläge zusammengefasst und wird sie nun an die Kommission zurückspiegeln.

Grüße
Astrid

Mehr Infos unter:

Die einschlägige PM von „Jugend für Europa“ findet ihr hier,
eine Stellungnahme vom Deutschen Bundesjugendring (DBJR) zum Strukturierten Dialog gibt’s hier,
den Link zur Youth Week hier
und einen Link zum Europäischen Jugendportal hier.