Jul 262014
 

24.07.2014 – Die Fairplay – Tour der Großregion macht halt in Saarbrücken. Rund 300 Jugendliche fahren mit ihrem Fahrrad mehr als 800km durch Deutschland, Belgien, Luxemburg und Frankreich. Für Solidarität und einen fairen Umgang miteinander, auf der Tour und im globalen Miteinander setzen sie sich ein.

Dabei konnte eine Gruppe von Jugendlichen ihre Forderungen am Donnerstag konkretisieren und Celina mit auf den Weg geben, bevor am nächsten Morgen die kommende Etappe anstand.fairplay_vet_concept_gruppenfoto_08_07_2014_bild

Eine große Rolle auf der Tour spielt der inklusive Gedanke: Wer kann hilft dem anderen, ist der Berg zu steil, schiebt den Mitradler wer kann, auf dass alle gemeinsam die Tour meistern. Diesen Gedanken drücken die Jugendlichen auch für das globale Miteinander aus: Niemand darf zurückgelassen werden! Bei Betonung der Gemeinsamkeiten geht es aber auch immer um individuelle Bedürfnisse. Diesen kann nicht gerecht werden, indem Schulformen einfach abgeschafft werden. Wir können viel voneinander lernen, aber Inklusion darf nicht bedeuten, dass individuelle Förderung auf der Strecke bleibt. Die Schule sei, neben dem Zuhause, ein wichtiger Platz, um auf das Berufs- und auf das weitere soziale Leben vorzubereiten, beides muss weiterhin seinen Raum finden!

Ein weiteres wichtiges Thema war für die jungen Menschen das Thema außerschulisches Engagement. Dieses darf auf keinen Fall aufgrund von finanziellen Hindernissen ausbleiben. Jeder Einzeln*e kann offenen Auges unterstützen. Aber auch der Staat ist gefragt: „Wenn wir wollen, dass nicht nur die Leistung in der Schule zählt, sondern auch soziale Kompetenzen, dann müssen Projekte wie die Fairplay – Tour viel mehr stattfinden und stärker staatlich gefördert werden!“

Vor allem muss jungen Menschen ein Recht auf Freizeit, im Sinne von freier Zeit, eingeräumt werden! Zu Zeiten ständiger Beschleunigung ist es umso wichtiger freie Zeit zum Entfalten seiner Persönlichkeit zu haben.

Zudem war die Nutzung von digitalen Medien ein relevantes Thema. „Gäbe es keine Handys wäre eine Tour wie diese wohl nicht möglich gewesen.“, meint Herbert Ehlen, der Organisator der Tour. Zugleich werden viele Nachteile betont: Die Kommunikation findet nur noch mittelbar statt, Emotionen können so nicht ausgedrückt bzw. völlig falsch verstanden werden. Die jungen Radfahrer*innen sagen, ein Verbot helfe überhaupt nicht. „Was wir brauchen sind präventive Maßnahmen. Aktuelle Module im Unterricht zu neuen Phänomenen im Netz“ oder „ein Unterrichtsfach zu digitalen Medien“ wäre eine Lösung. Dabei müssen wir darauf setzen, dass diejenigen, die mehr wissen, den anderen etwas beibringen – denn gerade digitale Kompetenz ist keine Altersfrage.

 

Celina freut sich viele neuen Ideen gesammelt und eine wunderbare Atmosphäre erlebt zu haben.

Die Schüler*innen aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Belgien, Luxemburg und Lothringen sind bereits auf der nächsten Etappe.

 Antworten

Pflichtfeld

Pflichtfeld