Jul 252008
 
    Gruppe Martin: Globalisierung, globale Ungleichheit und Bildung

Bildung als Mittel zur Beseitigung globaler Ungleichheiten und zum Erreichen der MDGs

Gefordert wird ….
– Die Kombination von lokalen Bildungsinhalten; Bildung soll auch „lokale“ Themen berücksichtigen; z.B. neben „Lesen und Schreiben“ auch Themen wie Agrarwirtschaft vermitteln
– Mehr Anreiz für Rückkehrer aus europäischen in z.B. afrikanische Länder („Rückkehrerprämie“)
– Ausbildung der Lehrer vor Ort, sofern Infrastruktur vorhanden (Schulen, Unis etc.) zur Förderung einer Mittelschicht
– Konzentration auf Dörfer; Entwicklungshilfe soll Stadt-Land Gefälle nicht schärfen, sondern überbrücken
– Förderung von Jugendlichen in z.B. ländlichen Gebieten
– Transparenz der Gelder für Entwicklungshilfe
– Korruptionsbekämpfung: stärkere Kontrolle durch Staat und europ. Entwicklungshilfe

    Gruppe Friedemann: „Die Macht der Medien“

Zur Rolle der Medien in der Globalisierung

– Stärkung von kleinen, unabhängigen Medien
– Transparenz bei Berichterstattung (Wer steckt dahinter? Was ist die Intention eines Berichtes?)
– Kartellamt für Medien zur Verhinderung eines globalen Medienmonopols (Bertelsmann, Google???)
– Allgemeine kritische Medienkompetenz: Medienerziehung, Erziehung im Untgang mit verschiedenen Medien in Schulen v.a. Grundschulen auch in Entwicklungsländern

    Gruppe Renée: Agenda der globalen Verantwortung

1. 0,7 % des BSP für Entwicklungszusammenarbeit
– genaue Zeit- und Ausgabenpläne
– keine Rückswärtstrends zulassen (Negativbeispiel F und UK)
– Zukunftspläne nach 2015: Was passiert NACH 2015?
– Bewusstsein durch entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Inland (0,3% lediglich für Bildungsarbeit!): Wir fordern festgeschriebene 3% für entwicklungspolitische Bildungsarbeit!
o Feste Verankerung in den Lehrplänen von Schulen
– Experten (ExpertenInnen-Pool), die in Schulen über EZ berichten
– Aufnahme von EZ in Lehrpläne ab Grundschule
– Schüler-Friedens-Beauftragte/ MDG-Beauftragte in allen Ländern an Schulen obligatorisch verankern (vgl. SMV)
– Entwicklungspolitische Informationen jugendgerecht ausgestalten und zur Verfügung stellen (Jugendwebsite)
– Internationaler Austauscht an allen Schultypen (schon als Grundschule)
– Ausreichende finanzielle Ressourcen seitens der Industrienationen

2. Abrüstung

– Einhaltung der Regeln des NPT (USA-India-Deal)
– Konventionelle Abrüstung vorantreiben (Rüstungsetat kontinuierlich abbauen)
– Ausstieg aus der Atomenergie weltweit!
– Missverhältnis der Ausgaben von militärischen und zivilen beenden => Umkehrung der Ausgabenverhältnisse

3. Stopp des Agrardumpings
– Agrarsubventionen für umweltgerechte nachhaltige Landwirtschaft
– Saatgutmonopole verbieten!
– Umstrukturierung der WTO zu Gunsten der Entwicklungsländer
– Abschaffung des Reziprozitätsprinzips und Meistbegünstigungsprinzips zwischen G8 und Entwicklungsländern
– Anwendung von Gentechnik nur beim 100%igen Ausschluss von Risiken (Langzeitstudien mit einer Länge von 20-25 Jahren müssen her!)

    Gruppe Stephan: Klimaschutz!

1. Politik lokal:
– Pflicht zur Isolierung von öffentlichen Gebäuden à la Heidelberg und Passivhausstandards bei Neubauten (Heidelberg hat durch Dämmung der öff. Gebäude ca. 40% an Energie zwischen 1990-2008 eingespart)
– E-Teams an allen Schulen (E-Team = Team an Schülern, die auf Energienutzung in Schulen achten z.B. Licht anlassen in Pausen, falsch sortierter Müll etc.)
– Fahrradinfrastruktur verbessern
– Autoverbote für Innenstädte
– !!!Leuchtreklameabschalttag!!!

2. Politik national
– CO2 Sticker für Autos
– Infokampagne zur persönlichen CO2 Bilanz (jeder Bürger muss sich über seinen persönlichen CO2-Fußabdruck bewusst sein)
– Günstigeres Bahnfahren
– Anpassung der Verbrauchskennzeichnung an aktuelle Standards (z.B. Kühlschränke früher A-G; heute besitzen fast alle bereits „A“-Standards und werden mit „AA+“ o.ä. ausgezeichnet! Wir fordern: Auszeichnung der Besten anstelle Auszeichnung anhand von rigiden Standards)
– Mitfahrzentralen, Trampen und Car Sharing promoten
– Rindfleischsteuer bzw. Subvention von Vegetariern (7kg Getreide und hunderte von Litern Wasser für 1kg Fleisch und METHAN!)
– CO2-arme Autos für Beamte

3. Politik international
– Tobinsteuer: Devisentransaktionssteuern, aus denen Armutsbekämpfungsmaßnahmen und Maßnahmen gegen den Klimawandel finanziert werden
– Diese Steuer auf Warentermingeschäfte ausweiten
– Standardisierung von Steuern auf Flüge
– Neuordnung der Säulen von Johannisburg: Ökologie-Ökonomie-Soziales Übergewichtung der Säule „Ökonomie“ durch Multinationals, z.B. beim Thema Biosprit (Brasilien/ USA)
– Internationalisierung von entwicklungspolitischen Schülerprojekten (MDGs/ Klimawandel): internationale Fördertöpfe auf „Jugendliche“ ausweiten

    nachgereicht:

Forderungen (nachgereicht):

Agrardumping und Lebensmittelkrise:

– Biosprit wird in Brasilien aus frisch gerodeten Bäumen hergestellt. Felder werden für die Rohstoffe von Biosprit bepflanzt. Dies bedeutet weniger Nahrung in Brasilien und gilt als zentraler Preistreiber der Lebensmittelkrise. Bei Biosprit wird zusätzliches CO2 produziert, daher: Kein Biosprit mehr wg. CO2!
– Höhere Löhne für Bauern in Brasilien
– Lebensmittelpreise senken
– Große Lebensmittelfirmen sollen Überschuss nicht an Schwellenländer verkaufen
– Bei Produktion soll nicht allein Preis, sondern auch Klima berücksichtig werden; z.B. höhere Transportkosten verlangen (Schutzzoll)

Bildung und Datenschutz:

– Eliteschüler fördern, Hauptschulabsolventen fördern
– Aufklärungsprojekte: Bildung, Prävention, Datenschutz (StudiVZ, SchülerVZ etc.)
– Datenschutz: weltweit gleiche Sicherungsbedingungen (wenn USA Daten in ein anderes Land weitergibt, müssen dort dieselben Standards herrschen)

Demokratisierung und good Governance

– größerer politischer Wille zur Durchsetzung der Menschenrechte v.a. in Großmächten, wie China
– Todesstrafe weltweit verbieten