Jul 182008
 

Forderungen Tourstation Augsburg „Globalisierung“

Gruppe 1: Menschenrechte (Amnesty International)

Reform des internationalen Gerichtshofes für Menschenrechte

– ähnlich dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (Straßburg)
– soll von allen UN Mitgliedsstaaten anerkannt werden
• Einbeziehung in die Entscheidungsprozesse der UN
• Urteile sollen sich auf Menschenrechte und völkerrechtliche Verträge berufen
• Jedes Land = eine Kommission
• Kommissionen klagen an oder werden angeklagt; auch Unternehmen sollen angeklagt werden können
• Institut zur Ausbildung der Kommissionsmitglieder sollte geschaffen werden
• 2 Richter pro Staat (egal, wie groß der Staat jeweils ist)
• aus „Pool“ an Richtern wird ungerade Zahl an Richtern ausgelost, sofern diese Richter nicht aus den am Konflikt beteiligten Staaten entstammen
• Keine Individualklagen; Klagen nach Schwere priorisieren

Gruppe 2: Kinderarbeit (UNICEF Hochschulgruppe)

Forderungen an Industrie

– Kennzeichnung von Produkten, die durch Kinderarbeit hergestellt wurden „worst practice sticker“
– Betriebsschulen einführen/ subventionieren; Firmen in die Verantwortung nehmen
– Arbeitsverträge zu fairen Bedingungen (in Hinblick auf Bezahlung, Gefahrengrad u.a. Arbeitsumständen)
– innerbetriebliche Transparenz: Betriebe sollten Produktionswege offenlegen; Manager müssen ihrer Verantwortung nachkommen
– Partizipation auf der Mikro-Ebene: Familien und Kleinstunternehmen sollten bei Entwicklung von lokalen Lösungsstrategien einbezogen werden
– Standardisierung der „Fair Trade Siegel“, damit diese der Konsument besser verstehen kann

Forderungen an Politik:

– MDGs einhalten!!! (Ziel 8!)
– Handelsbarrieren abbauen
– einheitliche und standardisierte Definition von Kinderarbeit
– Mehr Öffentlichkeitsarbeit gegen Kinderarbeit
– verschärfte Sanktionen bei Verstößen für Staaten

Forderungen an Konsumenten:

– Kinderarbeit in den Lehrplan
– Öffentlichkeitsarbeit

Gruppe 3: Hunger und Armut (Commit to Partnership)

– Entwicklungshilfe v.a. in Form von Gütern und Kapital; Problem der Korruption und kurzfristiger Hilfe
– Ansatz: Wie können langfristige Lösungen gefunden werden?

– Abkehr von klassischer ENtwicklungshilfe, stattdessen „Hilfe zur Selbsthilfe“
– Benötigt rechtsstaatliche Verhältnisse
– Unterrichtsfach: „Globale Zusammenhänge und Entwicklungsarbeit“, um Jugendliche/ Kinder zu informieren
– Schüler sollen Möglichkeit zu beidseitigen Austauschen mit Entwicklungsländern haben, daher Ausbau der städtischen Schulen/ Unis etc. notwendig
– Abschaffung der EU Agrarsubventionen
– Position von Entwicklungsländern in internationalen Organisationen stärken

Gruppe 4: Bildung (Contra)

– Chancengleichheit
– keine frühe Selektion nach der Grundschule
– keine Instrumentalisierung von Bildung; freieres Verhältnis zwischen Lehrern und Schüler
– Mehr Autonomie der Schüler in der Gestaltung des Unterrichts
– Gesamtschule nach finnischem Beispiel in Deutschland einführen
– Bessere Lehrerausbildung: v.a. im Bereich Pädagogik; sollten schwächeren Schülern mehr Motivation und Selbstbewusstsein vermitteln
– keine Drittmittel (gegen Tendenz der Privatisierung der Bildung); Wirtschaft sollte keinen derart starken Einfluss haben, um Unabhängigkeit der Bildung zu bewahren
– Mehr Jugendpartizipation im Bildungsbereich