Sep 292006
 

Das erste Wochenende in New York liegt hinter uns. Unsere UN-Ausweise haben wir erst heute (Montag) erobert, nachdem wir am Freitag noch ohne Ausweis unterwegs waren, können wir die Annehmlichkeiten, die mit einem solchen „Grounds Pass“ verbunden sind, nun erst recht geniessen: Wir können uns überall auf dem UNO-Gelände frei bewegen, ohne dass wir am Eingang darauf warten müssen, von einer autorisierten Person abgeholt zu werden.

Erstes Treffen in der UNO-Jugendabteilung
So waren wir denn auch am Freitag noch darauf angewiesen, dass Julie Larsen von der Jugendabteilung der Vereinten Nationen uns zu unserem ersten „Meet and Greet“ Meeting in den 13. Stock des UN Plazas 2 herauf holte. Während die meisten großen Gebäude und vor allem Hotels hier keinen 13. Stock haben, sitzt die Jugendabteilung genau in diesem. Neben Julie arbeiten noch vier Leute dort. Gemessen an der gesamten Zahl des Personals der Vereinten Nationen ist das schon eine ziemlich geringe Anzahl und der Bedeutung des Themas Jugend natürlich ueberhaupt nicht angemessen. Aber die Leute dort sind sehr motiviert und tun wirklich viel, um das Thema in der Arbeit der Vereinten Nationen unterzukriegen. Bei einem Besuch in der Jugendabteilung – wie auch in den anderen Abteilungen und Bueros – sieht man deutlich, dass die Vereinten Nationen finanziell bei weitem nicht so gut ausgestattet sind, wie es sein sollte. Die einzelnen Arbeitsplätze sind abgetrennt mit Stellwänden, die Einrichtung stammt aus den 60ern, Klimaanlagen, die sonst in ganz New York zu sehen sind, eher selten.

Wo sind die Jugenddelegierten?
Neben uns waren bei dem ersten Treffen am Freitag die Jugenddelegierten aus Dänemark, der Schweiz, Schweden und Australien da. Zunächst ging es um die Frage von welchen Staaten Jugenddelegierte während der nächsten Wochen zu erwarten sein werden. So wie es aussieht sind das neben den eben erwähnten auch noch Finnland, Norwegen, die Niederlande, Luxemburg, Rumänien, Ghana und Mexiko. Letztes Jahr waren anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Weltjugendaktionsprogramms Jugenddelegierte aus ca. 30 Staaten anwesend, darunter viele nicht-europäische Staaten zum Beispiel Aserbaidschan, Nigeria, Lesotho, Saudi-Arabien. An diese Staaten erschließt sich nun automatisch eine Frage: „I learned you had Youth Delegates last year? That’s great! Where is this years Youth Delegate, I would like to say hello?“

Die weitere Zeit unseres ersten Treffens nutzten wir um ein Treffen am Sonntag mit allen Jugenddelegierten vorzubereiten und einige organisatorische Punkte zu klären.