Okt 192009
 

2nd committee 250Zwei Wochen sind nun schon vorbei in New York – zwei intensive Wochen voller Verhandlungen und Termine. Die Verhandlungen zur Jugendresolution sind weit vorangeschritten – es sind lediglich zwei Paragrafen die sich auf das Weltaktionsprogramm für die Jugend (WPAY – Weltaktionsprogramm für die Jugend) beziehen noch offen.

Die Weltjugendresolution wird alle zwei Jahre im dritten Ausschuss verhandelt und befasst sich vor allem mit den einer Auswahl der 15 Themenfeldern, die das WPAY als für Jugendliche auf der ganzen Welt besonders wichtig definiert. In 2009 sind diese Themen: Jugend in bewaffneten Konflikten, HIV/AIDS, Umwelt, Partizipation, Freizeit, Gesundheit, Informations- und Kommunikationstechniken, Intergenerationelle Zusammenarbeit, Mädchen und junge Frauen, Jugendkriminalität und Drogen. res work 250Zu jedem der Themen hatten wir zwei uns vorher Schwerpunkte gesetzt, die aus unseren Erlebnissen während der Deutschlandtour und der Zusammenarbeit mit den internationalen Jugenddelegierten stammen. Schon jetzt ist klar, dass wir einige der Punkte in die Resolution einbringen konnten. So erkennen alle Mitgliedsstaaten an, dass Jugend derzeit besonders unter der Wirtschaftskrise leidet, was sich vor allem am Arbeitsmarkt bemerkbar macht, es werden mehr Jugenddelegierte (vor allem aus den unterrepräsentierten Regionen der Welt) gefordert. Außerdem wurde anerkennt, dass Jugend in der Bekämpfung des Klimawandels eine wichtige Rolle spielt. Es sind aber gerade beim Thema HIV/AIDS noch wichtige Forderungen nicht aufgenommen, wie zum Beispiel die Notwendigkeit ein breiteres Bewusstsein zu schaffe, denn nach wie vor weiß eine Mehrheit der Jugendlichen nicht, wie sie sich schützen können. Dies wird auch in Europa zu einem immer größeren Problem. Einen umfassenden Blick auf die Resolution und eine Reflektion welcher unserer Verbesserungsvorschläge angenommen wurde, gibt es nach Abschluss der Weltjugendresolution.

working breakfast 250Natürlich gab es auch eine ganze Reihe an Veranstaltungen mit den internationalen Jugenddelegierten – ein Highlight war das gemeinsam organisierte Side Event zum Thema Klimagerechtigkeit und Jugend. Ein Side Event ist die Möglichkeit Delegierten und Nichtregierungsorganisationen Positionen zu erklären – in diesem Fall fand eine Diskussion über die Auswirkungen des Klimawandels auf Jugendliche statt, mit einem besonderen Augenmerk auf den Fragestellungen der Klimagerechtigkeit und der Klimaflüchtlingen. Die Botschafterin von Nauru brachte im Namen der ‚Pacific Small Islands Developing States’ klar die Sorgen und Nöte zum Ausdruck und machte unter Anderem klar, was es heißt sein Heimatland verlassen zu müssen, weil die Insel beispielsweise überflutet werden oder die Nahrungs- und Wassergrundlage verloren geht. Sie hat außerdem die klare Erwartung an die entwickelte Welt gerichtet, ehrgeizige Rahmenbedingungen zu setzen, die eine Existenz der Erde sichern. Die gesamte Rede ist hier zu finden.

In einem Arbeitsfrühstück in der Schweizer Vertretung zum Thema Migration wurde klar der Wunsch geäußert, der kommende Weltjugendbericht möge doch zum Thema Jugend und Migration stattfinden, vor allem auch mit Blick auf das in Deutschland wichtige Thema der Integration. Anke Green vom ‚United Nations Programme on Youth’ versprach das Thema in der engeren Auswahl weiter zu betracht und mit anderen Jugenddelegierten zusammen haben wir nächste Schritte besprochen um unser Ziel zu erreichen.

Außerdem standen ‚working breakfast’ zu Jugend-Arbeitslosigkeit an und viele Absprachen mit UN-Organisationen und natürlich der Ständigen Vertretung statt.

In den kommenden zwei Wochen wird es vermutlich etwas weniger stressig – denn es wartet eine andere Art von Arbeit auf uns. Es wird um eher kleine Vorschläge zu anderen Resolutionen gehen, viele Treffen mit UN-Agencies geben und Round-Tables geben, in der es um mehr Jugenddelegierte aus unterrepräsentierten Regionen gehen wird.