Mai 152013
 

JD mit Eva Padberg14.05.2013 – Für welche entwicklungspolitischen Ziele soll sich Deutschland bei den Vereinten Nationen einsetzen? Über 500 junge Menschen diskutierten diese Frage mehrere Wochen auf der Internetplattform WorldWeWant.de. Mit der online Konsultation vom UN Kinderhilfswerk (UNICEF) und dem Entwicklungsministerium (BMZ) wird versucht die Stimme der Jugendlichen mit in den Post-2015 Prozess einzubeziehen. Denn die Millenniumentwicklungsziele werden bis 2015 nicht vollständig erreicht  und es gilt nun eine neue Agenda dafür zu schaffen, die globalen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen.

Aus den vielen kreativen Beiträgen der online Diskussion durften wir Jugenddelegierte als Teil der Jury die 15 aktivsten User*innen auswählen, die an der Abschlussveranstaltung in Berlin teilnehmen konnten. Die jungen Menschen hatten in der Hauptstadt einen Tag Zeit, um mit ihrer geballten Kreativität, ihrem Wissen und Tatendrang konkrete Forderungen für die neue Entwicklungsagenda nach 2015 zu entwickeln. Einigkeit herrschte bei folgenden Punkten:

1. Gerechtigkeit und gerechte Bildungschancen sind ein Schlüsselthema. Respekt und Verantwortung sind die Grundlage für eine bessere Zukunft.

2. Bekämpfung von Korruption ist ein zentrales Zukunftsthema. Korruptionsbekämpfung sollte ein eigenständiges Entwicklungsziel werden.

3. Jugendliche und Kinder haben ein Recht auf Beteiligung. Politiker*innen sollen Kinder- und Jugendberater*innen haben, die sie bei Entscheidungen beraten.

Diese Forderungen wurden im Rahmen einer JD mit Niebelmedienwirksamen Abschlussveranstaltung mit Entwicklungsminister Dirk Niebel und UNESCO-Botschafterin Eva Padberg heiß diskutiert. Dabei wurde klar: Wenn man sie nur lässt, finden junge Menschen deutliche Worte und lassen sich auch von einem Minister nicht so leicht von ihren Standpunkten abbringen.

Zwei der Teilnehmer*innen von WorldWeWant.de, Kira-Lena und Christoph,  werden Ende September die deutsche Delegation zur UN Generalversammlung nach New York begleiten und dort ihre Forderungen mit einbringen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit ihnen bei den Vereinten Nationen an einem Strang zu ziehen!

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