Aug 142013
 

csm_DSCN5537_01_c993475ce014.08.2013 – Am 12. August feierten Jugendliche auf der ganzen Welt den Internationalen Tag der Jugend. Aus diesem Anlass organisierten der Jugenddelegierte Florian Nowack und das Jugenddelegierten-Team ein Informationsstand am Wittenbergplatz in Berlin. Offiziell wurde der Tag von den Vereinten Nationen unter dem Titel „Jugendmigration: Entwicklung vorantreiben“ (Orig.: „Youth Migration: Moving Development Forward“) gewürdigt.

Der Internationale Tag der Jugend wurde 1999 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen durch die Resolution A/RES/54/120 ins Leben gerufen. Darin heißt es, dass der Tag genutzt werden soll um mehr für die Probleme von Jugendlichen zu sensibilisieren und das Weltaktionsprogramm für die Jugend der Vereinten Nationen gerade bei Jugendlichen bekannter gemacht werden soll. Das Weltaktionsprogramm für die Jugend ist ein wichtiges Grundlagen-Papier, welches vor allem die drei Oberthemen Globale Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wohlbefinden anspricht.

Die Jugenddelegierten zur UN-Generalversammlung

In Deutschland sind die Jugenddelegierten zur Generalversammlung der Vereinten Nationen Schnittstelle dieses Engagements. Die beiden UN-Jugenddelegierten begleiten die deutsche Diplomaten-Delegation im Oktober zu den Vereinten Nationen nach New York und beraten diese in jugendpolitischen Fragen. Um diese Aufgabe angemessen zu erfüllen, reisen die Jugenddelegierten vorher ein halbes Jahr durch Deutschland und treffen Jugendliche um deren Forderungen, Vorschläge und Interessen zu hören. Durch das Thema Migration kann der Internationale Tag der Jugend sehr gut mit der Arbeit der Jugenddelegierten verknüpft werden, da während des Aufenthalts der Jugenddelegierten in New York der „Dialog auf hoher Ebene über internationale Migration und Entwicklung“ geführt wird. Damit kommt dem Thema Migration eine besondere Aufmerksamkeit zu und nimmt für die Arbeit der Jugenddelegierten einen hohen Stellenwert ein. Passend dazu veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung ein Interview mit den beiden Jugenddelegierten, in welchem die Arbeit der Jugenddelegierten vorgestellt wird.

Informationsstand am Wittenbergplatz in Berlincsm_DSCN5558_4a35cde72b

Um für das Thema Migration zu sensibilisieren wurde mit Jugendlichen das Gespräch gesucht und deren Meinungen, Sorgen und Wünsche gehört. Diese konnten die Jugendliche schriftlich festhalten, wodurch die Jugenddelegierten etwas „handfestes“ mit zur Generalversammlung nach New York nehmen können, um dort die Sicht der Jugend zum Thema Migration einzubringen. Außerdem gab es die Möglichkeit für Jugendliche, sich mit einem Fingerabdruck auf einer Weltkugel zu verewigen. Die Jugendlichen wurde dazu aufgefordert ihren Abdruck in dem Land oder der Weltregion zu platzieren, wo sie Wurzeln haben oder sich vorstellen können selbst mal hin auszuwandern. So entstand eine bunte Weltkugel, die verdeutlichen soll, dass Migration heutzutage ein alltägliches Phänomen darstellt, was mit ein Grund ist, warum Metropolen wie Berlin vielfältig und bunt sind. Im Zuge dieser Aktion kam es zu einem regen Austausch mit jungen Menschen, welche die unterschiedlichsten Hintergründe und Probleme besaßen. So waren über den auswanderungsfreudigen Deutschen, die internationale Patchworkfamilie und den in Deutschland Arbeitsuchenden Spanier viele Menschen vertreten, für welche Migration zum Alltag gehört. Im Gespräch mit den Menschen wurde deutlich, dass Migration viele Menschen vor Probleme stellt, welche es zu lösen gilt. Eine israelische Künstlerin erzählte, dass sie 16 Jahre mit ihren Eltern in Deutschland gelebt hat, aufgrund ihrer israelischen Staatsbürgerschaft aber keine Arbeit gefunden hat und somit vor einigen Jahren wieder nach Israel zurückgegangen ist. Einen Überblick über die Forderungen und Meinungen zum Thema Migration können auf der nachfolgenden Fotostrecke eingesehen werden.

(Autor: Frédéric Loew, http://www.dgvn.de/meldung/jugendmigration-entwicklung-vorantreiben/)

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