Feb 102006
 

Auch in diesem Jahr werden wieder zwei junge Leute die offizielle deutsche Delegation zur UNO-Generalversammlung nach New York begleiten. Aus einer Vielzahl von Bewerbern wurden in dieser Woche Christina Apel (24) und Jan Munz (21) in einem aufwendigen Auswahlverfahren ausgewählt.

Christina Apel studiert Diplom-Soziologie in Bamberg und ist seit sieben Jahren auf regionaler Ebene in der Jugendverbandsarbeit aktiv. Sie hat in diesem Zusammenhang zahlreiche Jugendfreizeiten, Workshops und Seminare organisiert und ist Ausbilderin zur Jugendfreizeitbetreuerin. Seit dem vergangenen Jahr engagiert sie sich zudem für internationale Jugendbegegnungen. 2005 war Apel bereits als deutsche Jugenddelegierte beim UNESCO-Jugendforum in Paris.

Jan Munz studiert nach seinem Zivildienstjahr im Libanon internationale Volkswirtschaftslehre in Tübingen. Er war ein Jahr Vorsitzender und viele Jahre Mitglied im Jugendgemeinderat Heilbronn, wo er Diskussionsrunden, Veranstaltungen und Konzerte für junge Leute organisierte und zudem die Belange Jugendlicher an Gemeinderat und Stadtverwaltung kommunizierte. 2003 konnte er sich auf einer 2-wöchigen UNO-Simulation in New York und Washington bereits mit den UNO-Strukturen vertraut machen.

Auf einer 5-monatigen Deutschlandtour, die ihren Auftakt am 10. März in Berlin hat, werden sich Apel und Munz in Diskussionsrunden und Workshops mit der Meinung junger Leute auseinandersetzen und bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Herbst versuchen, die erarbeiteten Standpunkte einzubringen.

Kooperationspartner der Deutschlandtour ist neben Jugendverbänden das Junge UNO-Netzwerk Deutschland (JUNON), das kürzlich von Model United Nations und UNO-Gruppen aus ganz Deutschland gegründet wurde. Durch JUNON haben UNO-engagierte junge Menschen zum ersten Mal die Möglichkeit sich bundesweit zu vernetzen und sich gemeinsam für die Ziele der UNO stark zu machen.

Träger des UNO-Jugenddelegierten Programms sind die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) und das Deutsche Nationalkomitee für Internationale Jugendarbeit (DNK) in Absprache mit dem Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Unterstützt werden die Jugenddelegierten bei ihrer Arbeit vom Jugenddelegierten-Team, einer Gruppe ehrenamtlicher Berliner Studenten, die das Programm initiiert haben.

Weitere Informationen zu den Jugenddelegierten und Anmeldung zum nächsten JUNON-Treffen am 12. März unter www.jugenddelegierte.de.