Auszubildende von BASF diskutieren Forderungen für Jugendbeschäftigung

 

Ludwigshafen, 28. August 07: Durch die Zusammenarbeit der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) mit der BASF entstand eine Tourstation mit 40 Auszubildenden im BASF Stammwerk Ludwigshafen. Thema der Tourstation war „Jugend und Beschäftigung“. Neben den vielen Auszubildenden und Vertretern von BASF konnten wir sehr erfreut Fr. Dr. Wagner begrüßen, die Generalsekretärin der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen.

Nach der besonderen Ehre, im luxuriösen Business Hotel der BASF schlafen und frühstücken zu dürfen, konnten wir gleich am frühen Morgen einen Einblick in die eigene Welt eines derartigen Großbetriebes bekommen. Keine dreckige Chemiefabrik erwartete uns dort, sondern ein sauberes, riesiges Areal, auf dem Sicherheitsvorkehrungen Priorität 1 hatten.

Nach unserer Einführung zu unserer Arbeit und zum Jugenddelegierten-Programm, hielt der extra aus Berlin eingereiste Herr Heller, Vertreter der ILO (Internationale Arbeitsorganisation) in Deutschland, einen ersten thematischen Vortrag zur Arbeit der ILO und zum Thema Jugendbeschäftigung weltweit.
Der zweite Vortrag mit dem Thema Generations@work beschäftigte sich mit der Frage, wie BASF sich mit den demographischen Entwicklungen auseinander setzen kann. Sowohl für uns, als auch für die Azubis war dieses neue BASF-Programm unglaublich interessant, da es einen Einblick in die große soziale und gesellschaftliche Verantwortung eines Unternehmens wie der BASF gibt, welche sich auch im Global Compact der Vereinten Nationen zu einer besonderen sozialen Verantwortung verpflichtet. Wie können verschiedene Generationen voneinander lernen? Was ist eine nachhaltige Einstellungs- und Ausbildungspolitik eines Unternehmens? Wie setzt sich die Gesellschaft mit ihrer Veralterung auseinander? – Themen, die in diesem Jahr unter dem Titel „intergenerationelle Konflikte“ in das UNO-Weltaktionsprogramm für die Jugend aufgenommen werden sollen!

Noch vor der Mittagspause stellten die Tutorinnen und Tutoren ihre gewählten Themen für die Arbeitsgruppen vor und die anwesenden Jugendlichen konnten sich je nach Interesse einem Thema zuordnen. Die Tutorinnen und Tutoren sind ein besonderes Modell bei BASF, welche Schulungen zur Drogenprävention und –beratung absolvieren und eine Multiplikationsrolle innerhalb ihrer Klasse einnehmen.
Die Jugendlichen diskutierten in fünf Gruppen über die Themen Berufsschule, Weiterbildung, Migration und Integration, Partizipation, Generations@Work, Ausbildung, Kinderarbeit, Suchtprävention und soziale Unternehmensführung.

Nach der Mittagspause starteten die Arbeitsgruppen mit der Diskussion und entwickelten so im Laufe des Nachmittags weitreichende Forderungen an Politik und Gesellschaft. Im abschließenden Plenum stellten alle Gruppen ihre auf Plakaten festgehaltenen Ergebnisse vor und leiteten anschließend in die Abschlussdiskussion über, bei der einzelne Elemente des Tages nochmals reflektiert und kommentiert werden konnten.

Das Engagement und die Diskussionsfreude der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war wirklich beeindruckend. Von wem, wenn nicht von Auszubildenden selbst, könnten wir besser etwas lernen über die Situation von jungen Azubis und Beschäftigten? Die auf der nächsten Seite aufgeführten Forderungen ergaben für uns daher eine zentrale Grundlage, um uns für das Thema „Jugend und Beschäftigung“ eine Position erarbeiten zu können.

Für uns Jugenddelegierte war die sehr gut konzipiert und organisierte Tourstation bei BASF sehr wertvoll, da wir durch Vorträge, Diskussionen und Gespräche viel Neues lernen konnten. Ein weiteres wichtiges Element ist die Teilnehmergruppe der Tourstation, da Auszubildende auf den sonstigen Tourstationen oftmals unterrepräsentiert sind.

Wir hoffen, dass diese Zusammenarbeit fortgesetzt wird und dass weitere derartige Tourstationen entstehen.

Link: Bericht der BASF

Jonathan