Berlin: Über Weltenbummler und Globalisierung

 

Berlin, 22. Juli 07: Mit 25 engagierten Weltenbummlern diskutierte ich an diesem Sonntag verschiedene Themen in Zusammenhang mit Globalisierung. Die Jugendlichen aus ganz Deutschland, die gerade in Berlin ein letztes Vorbereitungsseminar absolvieren, beginnen in wenigen Wochen ihr Freiwilliges Soziales Jahr in Bolivien, Südafrika und in Neuseeland über den Verein ICJA Freiwilligenaustausch weltweit e.V.

Schon am Vortag hatte sich die Gruppe mit dem Thema Globalisierung auseinander gesetzt. Auf einem globalisierungskritischen Stadtrundgang der BUND-Jugend ging es darum nachzuvollziehen, wie z.B. ein Turnschuh in der Produktion mehrmals um die Welt reist und zum Schluss den Stempel „made in Germany“ bekommt. Am Nachmittag gab es einen Vortrag und eine Diskussion zum Thema Fair Trade und der Abend wurde mit dem Film „We feed the world“ abgerundet.

Der Film hatte sehr viele Fragen für unsere Diskussionen aufgeworfen: Welche Auswirkungen hat die industrielle Überfischung der Meere durch europäische Firmen auf die afrikanischen Länder? Welche Auswirkungen haben unsere Kleiderspenden auf den lokalen Kleidermarkt in ärmeren Ländern? Was passiert, wenn wir unser hochsubventioniertes Getreide billiger in Entwicklungsländer verkaufen, als es die dortige lokale Produktion ermöglicht?

Nach einer intensiven Fragerunde über das Jugenddelegierten-Programm stellten die Teilnehmer ihre Überlegungen zu dem Thema vor. In drei Gruppen setzten wir die regen Diskussionen fort. Es ging dabei um Globalisierung im Zusammenhang mit Migration, Jugend in bewaffneten Konflikten und Hunger und Armut. Ich war begeistert von dem Hintergrundwissen und dem Engagement der Leute. Ihre Anregungen und Überlegungen findet ihr bald hier.

Vielen Dank und viel Glück an die Zivis im Ausland! Ich freue mich über Berichte!

Jonathan