Forderungen vom Youth Hearing G8

 

Recht auf Gesundheit

Wir fordern,
dass Sie, Frau Merkel, die Vorreiterrolle bei der Umsetzung der Millenniumsziele übernehmen und den anderen G8-Staatschefs als Vorbild vorangehen.

Jeder hat das Recht auf Gesundheit. Darum fordern wir:

von Politik und Pharmaindustrie:
· allen Menschen den Zugang zu Medikamenten zu ermöglichen

von der katholischen Kirche:
· umfassende Informationen zu HIV/Aids für ALLE zu gewährleisten
· den Zugang zu Präventionsmaßnahmen inkl. „ABC“ für ALLE zu gewährleisten

von uns und den Jugendverbänden:
· die Themen der UN-Millenniumsziele auf allen Ebenen publik zu machen

Recht auf Nahrung

Wir fordern,
Verfasstes Recht auf Ernährungssouveränität
· Vorrang der lokalen Produktion zur Versorgung der eigenen Bevölkerung
· Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe
· Reduzierung landwirtschaftlicher Produktionsüberschüsse: Abbau subventionierter Exporte
· Recht, nationale Märkte vor Preisverfall durch Importüberschwemmung zu schützen

Recht auf gesunde und faire Nahrung
· Bildungs- und Informationskampagne in G8- Ländern
· Transparenz der Produktionsbedingungen (‚Stiftung Produktionstest’), jedoch dürfen die Zertifizierungskosten Klein-Produzent(inn)en nicht ausschließen

Entwicklungshilfe effektiver gestalten
· ausgerichtet auf Ernährungssouveränität
· Volumen erhöhen

Macht als Konsument(in) einsetzen
· tatsächliche Produktionskosten müssen durch Preis ausgedrückt werden: angemessene, faire Preise zah-len
· schlechte, unfaire Produkte boykottieren; Entwicklungshilfe effektiver gestalten

Bildung für Alle!

Wir fordern Zugang zu Bildung für Alle!

· Das bedeutet für uns die Umsetzung des 2. Millenniumzieles (Grundschulbildung für alle) und darüber hinaus Zugang zu Bildung für alle Altersgruppen. Das erfordert unter anderem die Einrichtung einer Infrastruktur, die Bildung für alle ermöglicht.

· Zur Erreichung dieses Ziels ist es zwingend notwendig, dass nicht nur die Gelder für die Entwicklungszusammenarbeit massiver erhöht werden, sondern zugleich der Anteil für die Bildung angehoben wird.

· Zugang zu Bildung für Alle, das heißt für uns die Umsetzung des 3. Millenniumzieles (Chancengleichheit für Mädchen und Frauen) und darüber hinaus die aktive Förderung aller gesellschaftlich benachteiligten Gruppen.

Wir finden, Bildung ist mehr!
Zur Bildung gehören auch die Vermittlung von Werten, die Persönlichkeitsbildung und das Erlernen von Demokratiekompetenz. Deshalb fordern wir:

· Kinder- und Menschenrechtsbildung in- und außerhalb der Schule

· Unterstützung und Förderung der außerschulischen Bildungsarbeit

· Wir verpflichten uns als katholische Jugendverbände, die Kinder- und Menschenrechtspädagogik in unserer Bildungsarbeit voran zu treiben.

Wir verpflichten uns

· diese Forderungen durch unser ehrenamtliches Engagement in Deutschland für die Eine Welt zu unterstreichen.

· in unserer Arbeit, Menschen aus gesellschaftlich benachteiligten Gruppen zu integrieren.

Recht auf Arbeit

· Um Existenzsicherung und Partizipation zu erreichen, fordern wir für alle Jugendlichen Zugang zu beruflicher Grundqualifikation

· Berücksichtigung individueller Entwicklungsmöglichkeiten

· Damit wir persönlich Verantwortung übernehmen können, fordern wir Standards für die Offenlegung des sozialen und ethischen Verhaltens der Unternehmen.

· Wir fordern den Ausschluss von Produkten aus dem internationalen Handel, deren Produktion ILO-Kernarbeitsnormen verletzt:

– Gewerkschaftsfreiheit
– Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit
– Verbot von Zwangsarbeit
– Verbot von Diskriminierung