Forderungen „Jugend in bewaffneten Konflikten“

 

Arbeitsgruppe 1: Ressourcenkonflikte, Nord-Süd-Konflikt, Nahostkonflikt

Ressourcenkonflikte:

Öl:
– „fair“ gehandeltes, gefördertes Öl importieren
– weltweiter autofreier Sonntag
– effektivere Förderung, Transport und Nutzung des Öls
– Investitionen der Ölgewinne in nachhaltige Projekte (Bildung)
– Energiesparen auch in Industriestaaten (Kampagnen)
– grüne Eine-Welt-Tankstellen (höhere Preise als Anreiz)

Wasser:
– Wasser ist keine Waffe
– als DIE Lebensgrundlage
– verantwortungsvoller Umgang (auch in den Industriestaaten)
– regionale Lösungsmöglichkeiten in Betracht ziehen
– Entwicklungshilfe durch Wasserprojekte
– Flüsse als transnationale Angelegenheit (Nutzung/Verwendung nur im
Konsens)

Diamanten:
– Kimberly-Abkommen muss verbessert werden
– Notwendigkeit einer zentralen, unabhängigen Prüfungsinstanz

Nord-Süd-Konflikt:
– Agrarsubventionen überdenken
– nachhaltige Entwicklungshilfe
– weltweites Verbot von Kinderarbeit
– Ausbildung von Ingenieuren für angewandte Entwicklungshilfe
– Abhängigkeiten und Ausnutzung abschaffen

Nahost-Konflikt:
– Jugendbegegnungsprogramme zwischen Palästinensern und Israelis
– Ende der Propaganda
– Sprachförderungen
– in Zeiten negativen Friedens sofort Programme starten
– Begegnungs- und Bildungsprogramme fördern

Arbeitsgruppe 2: Hilfsorganisationen, Medien und Konflikte, Menschenrechte

– Die Definition von Kindersoldaten und die gesamte Thematik ist ‚nur’ Inhalt eines Fakultativprotokolls -> Integration des Themas in die ‚normale’ Konvention für die Rechte des Kindes
– UN sollte als Mediator bzw. Kommunikator zwischen den Hilfsorganisationen agieren
– Bereitstellung eines Kommunikationsforums (Runder Tisch in Regelmäßigkeit) und Aufforderung die Mitgliedstaaten zur Koordination von staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen auf regionaler Ebene ermuntern
– Förderung von informeller Bildung sollte größeren Stellenwert einnehmen
– Asyl für Kindersoldaten in UN-Mitgliedstaaten -> Definition der Kindersoldaten als politische Verfolgte -> Schutz bzw. Einhaltung der ‚Kinderrechte’ von Kindern aus Krisenregionen -> Bleiberechte in Mitgliedstaaten -> Kinderrechtskonvention
– Medien sollen besser in die UN-Arbeit integriert werden -> „UNO-Zentrale für politische Bildung“
– UN soll ihre Informationspolitik verbessern

Arbeitsgruppe 3: Warlords; neue Kriege, neue Ängste?; Peace-Keeping; Failed States

– Anwendung von völkerrechtlichen Menschenrechtsstandarts auf nicht-staatliche bewaffnete Akteure
– Verbesserte Kontrolle des legalen und illegalen Waffenhandels (Kleinwaffen/Handfeuerwaffen)
– Anwendung von (Kriegs-)Völkerrecht auf private Sicherheitsdienste
– Bessere Schulung der Soldaten der Interventionsarmeen (Kultur und Religionswissen)
– verbesserte Kommunikation und Kooperation zwischen Zivilgesellschaft und staatlichen Organisationen (Netzwerk)
– Unterstützung und Zusammenarbeit von und mit kleineren „grass roots“ Organisationen vor Ort
– Stärkung von Präventivmaßnahmen: Aufklärung von Kindern -> gewaltfreie Perspektiven aufzeigen v.a. durch ehemalige Kindersoldaten (Täter und Opfer)