Forderungen: Jugend und Partizipation

 

In drei Gruppen diskutierten wir über die Themen:
1.) Möglichkeiten und Situation der politischen Partizipation von jungen Menschen
2.) Chancen und Probleme für die Partizipation von Mädchen und Frauen
3.) Partizipation in anderen Ländern der Welt

1.) Möglichkeiten und Situation der politischen Partizipation von jungen Menschen
Diese Gruppe stellte fest, dass Partizipation von jungen Menschen sehr unter dem Mangel von Information leidet. Möglichkeiten, Aufgaben und Erfolge von Partizipation sind genauso wenig bekannt, wie Strukturen und Informationen über die Politik und über mögliche Ansprechpartner.

Daher fordern sie:
-Regionale Jugendzeitungen über Politik und Partizipation
-mehr Werbung und Öffentlichkeitsarbeit über Partizipationsmöglichkeiten
-Vernetzung zwischen Partizipationsmöglichkeiten
-Integration in Sprache und Kultur
-Information in Schule
-Bürokratieabbau
-Integration in einer Gruppe stärken
-Förderung der Kompetenzen der Jugendlichen
-Anerkennung und Wertschätzung ihrer Wünsche, Ideen und Beschwerden als verantwortlicher, zivilgesellschaftlicher Beitrag
-mehr Beteiligungsrechte: Partizipation nicht nur beratend: Mitbestimmung
-mehr Geld, damit Jugendpartizipation auch umsetzbar wird
-mehr Mitbestimmung in der Bildungsvermittlung: insbesondere in der Schule
-Jugendliche ermutigen Verantwortung zu übernehmen. Jugendliche sollen keine Angst haben, ihre Wünsche und Bedürfnisse auszusprechen

2.) Chancen und Probleme für die Partizipation von Mädchen und Frauen
Diese Gruppe hat ebenfalls die fehlende Information, Motivation, politische und gesellschaftliche Struktur und das Geld kritisiert, weshalb sich Jugendliche, insbesondere Mädchen und junge Frauen, nicht aktiv beteiligen. Gerade junge Frauen erfahren auf Grund von alten gesellschaftlichen Strukturen und Denkweisen, sowie auf Grund angeblich kultureller, traditioneller und religiöser Werte eine Benachteiligung.

Diese Gruppe fordert daher, dass die sozialen Grundbedürfnisse von allen Menschen befriedigt sein müssen. Darüber hinaus sind Strukturen der Jugendpartizipation nötig, die insbesondere auf die Einbeziehung von Mädchen und jungen Frauen Wert legen und Defizite abbauen.

3.) Partizipation in anderen Ländern der Welt
Diese Gruppe erkannte auch in anderen Ländern das Problem der Information und fehlenden Multiplikatoren als Grundlage für die mögliche Partizipation von jungen Menschen. Wichtig jedoch ist, dass dieser Prozess von innen in dem Land entstehen muss. Daher ist es nötig, Jugendlichen in anderen Ländern die Fähigkeit zu geben, für ihre Interessen einzutreten: sogenanntes empowerment.

Sie fordern:
-Grundbedürfnisse müssen gedeckt sein
-Bildung muss allen frei zugänglich sein
-Deutschland und die Vereinten Nationen sollten „empowerment“ von Jugendlichen stärken in ihre Entwicklungspolitik einbeziehen.
-ein kultureller Austausch dient als wichtiges Bildungsprogramm und Erfahrungsaustausch
-Geld für Projekte
-Einbeziehung von allen, insbesondere benachteiligten Jugendlichen
-Einbeziehung von mehr Jugenddelegierten, da dies zu mehr Austausch und einer stärkeren Interessenvertretung führen kann