Berichte von der Sozialentwicklungskommission 2013

 

Wieder zurück aus New York gibt es von uns noch einen kleinen Rückblick für euch, auf das, was wir bei der Sozialentwicklungskommission alles so erlebt haben.

Allen voran waren wir wieder eine tolle Truppe von internationalen Jugenddelegierten, auch, wenn wir diesmal nicht so viele waren wir bei der Generalversammlung. Gemeinsam haben wir versucht, möglichst viel zu bewegen und „Jugend“ nicht nur in die Jugendresolution zu integrieren, sondern auch bei Side Events und während des UN-Alltags. Wir hatten viele spannende Treffen mit NGOs, einzelnen Delegierten, UN Organisationen und anderen spannenden, engagierten Menschen; nun aber der Reihe nach:

Wie wir euch bereits in unseren vorherigen Artikeln erzählt haben, durften wir dieses Jahr als erste deutsche Jugenddelegierte eine Rede bei der CsocD halten. Alle, die sie noch nicht gesehen haben oder noch einmal sehen wollen, finden sie hier.

Auch die belgischen und rumänischen Jugenddelegierten durften die Interessen der jungen Menschen in ihrer Heimat in einer Rede an die UN herantragen. Die bulgarischen Jugenddelegierten organisierten hingegen, mit Unterstützung von uns allen, ein Side Event zum Thema „Empowering marginalized groups; educational improvement – a tool for social integration“  (Stärkung von Randgruppen; Verbesserung des Bildungsbereichs als Mittel zur sozialen Integration) Die Redner von UN Habitat, UNESCO und Pax Romana gaben uns spannende Einblicke in ihre Arbeit im Bildungsbereich und machten ein weiteres Mal klar, wie wichtig eine ganzheitliche Bildung für alle für eine inklusive und gerechte Gesellschaft ist.

Am selben Tag waren wir von der rumänischen Botschafterin zu einem Mittagessen eingeladen, wo wir Köstlichkeiten aus ihrer Heimat zu essen bekamen und mit ihr über die Wichtigkeit von Jugendpartizipation auch in der UN diskutiert haben.

Auch mit Repräsentanten der Regierung von Sri Lanka haben wir uns getroffen, um Informationen bezüglich der „World Youth Conference“ in Sri Lanka 2014 zu erhalten und uns mit ihnen über die Vorbereitungen auszutauschen.

Sehr interessant war für uns die Begegnung mit Joao Scarpelini aus Brasilien, der derzeit sowohl für UN Habitat arbeitet, als auch eine eigene NGO in Brasilien leitet und vor allem sehr in der „Post-2015-Debatte“ engagiert ist. Er gab uns einen sehr guten Überblick über die verschiedenen Prozesse und Entwicklungen, die es rund um die Zukunft der Milleniumentwicklungsziele gibt. Im Anschluss daran trafen wir uns noch mit Corinne Woods, der Direktorin der UN Millenium Campaign, die uns noch mehr Informationen bezüglich des Post 2015 Prozesses gab, speziell zu der Partizipationsplattform „My World 2015“. Macht auch ihr alle mit und formt die Welt nach 2015: www.myworld2015.org.

Bei den vielen Gesprächen mit Vertretern von UN Habitat, UNDP, Joao Scarpelini und Corine Woods wurde deutlich, wie wichtig eine breite Jugendpartizipation in diesem Prozess ist! Unser Fazit aus allen Gesprächen: Eine breite Einbindung der Jugendlichen in Deutschland in den globalen Diskurs um die neuen Ziele ist unheimlich wichtig und die Bemühungen in diese Richtung müssen dringend vorangetrieben werden.

Schwerpunktmäßig haben wir die ganze CsocD lang die Jugendresolution bearbeitet. Gemeinsam mit den anderen Jugenddelegierten und in sehr guter Zusammenarbeit mit Susanne Fries-Gaier von der deutschen ständigen Vertretung haben wir unser Bestes versucht, um Jugendpartizipation in die Resolution zu bringen und die Resolution so gut wie möglich zu stärken. Dazu hatten wir regelmäßige Koordinationstreffen mit anderen internationalen Jugenddelegierten.

Zu Beginn der zweiten Woche gab es dann auch das High-Level-Panel on Youth, von dem wir euch bereits berichtet haben.

Außerdem haben wir am 14.02.2013 als Internationale Jugenddelegierte an der 1 Billion Rising Kampagne teilgenommen und uns gemeinsam im Sicherheitsrat klar für die internationale Gleichstellung von Frauen positioniert.

Da wir nur dann wirklich etwas bewegen können, wenn wir als Jugenddelegierte zusammenarbeiten und als Gruppe von möglichst vielen Jugenddelegierten auftreten, haben wir auch mit Elisabeth Nilande von UNPY (UN Programme on Youth, zuständig für die Koordination der internationalen Jugenddelegierten in der UN) diskutiert, wie das UN Jugenddelegiertenprogramm auf internationaler Ebene nachhaltiger gestaltet und eine bessere Kooperation über den existierenden europäischen Rahmen hinaus gewährleistet werden kann.

Einen letzten Höhepunkt geb es dann noch kurz vor Ende der CsocD: Der frisch ernannte Envoy on Youth, Ahmad Alhindawi, kam zum Abschlusspanel der CsocD. Nach seinem kurzen Statement vor den 193 Mitgliedstaaten nahm er sich Zeit für ein erstes Treffen mit uns, den Jugenddelegierten. Wir hatten ein spannendes, wenn auch kurzes Gespräch und behalten einen sehr guten ersten Eindruck von ihm zurück. Hoffen wir auf eine gute und produktive Zusammenarbeit!

Alles in allem war die CsocD wieder eine unvergessliche Zeit mit vielen Inspirationen, interessanten Menschen und spannenden Begegnungen. Nun geht es für uns als letzten Schritt nach Berlin, um unseren Nachfolger*innen Florian und Elise beim Wissenstransfer alle grundlegenden Informationen weiterzugeben und ihnen dann den Startschuss zu geben für ihr Jahr als Jugenddelegierte 2013, in dem sie EUCH vertreten dürfen!

Alles Liebe,

Patrick und Sabrina

 

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