Feb 272009
 

Nicht allein die Vereinten Nationen beschäftigen sich mit dem Thema „Jugend“. Auch die Europäische Kommission bringt diesen Punkt immer wieder auf ihre Agenda. 2005 wurde hierzu der „Europäische Pakt für die Jugend“ (European Youth Pact) verabschiedet, dessen Ziele allerdings durch Finanz- und Wirtschaftskrise drohen, in den Hintergrund zu geraten. Jugendminister aus ganz Europa haben daher Gegenmaßnahmen angekündigt, aber lest selbst….

Grüße,
Astrid

    Jugendminister betonen die Relevanz des Pakts für die Jugend

Um den aktuellen Herausforderungen der Wirtschaftskrise zu begegnen, hat der Jugendministerrat auf seiner Sitzung am 16. Februar 2009 eine Reihe von Kernbotschaften zum Europäischen Pakt für die Jugend angenommen.
Es steht zu erwarten, dass sich die derzeitige Verschlechterung des Wirtschaftsklimas massiv auf die Lebensbedingungen junger Menschen, speziell auf ihre Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten, auswirken wird. Die für Jugend zuständigen Ministerinnen und Minister besonnen sich daher einmal mehr auf den „Europäischen Pakt für die Jugend“, der ja genau die relevanten Themen für die Zukunft der Jugend in den Vordergrund stellen will.

Dem Europäische Pakt für die Jugend mangelt es jedoch sowohl an Anerkennung als auch an einer effektiven Umsetzung. So jedenfalls kann man die Empfehlungen der Jugendministerinnen und Minister lesen, die dem Europäischen Rat im Rahmen der Berichterstattung über die Umsetzung der Lissabon-Strategie auf seiner Frühjahrstagung im März vorgelegt werden sollen. Zwar sei der Pakt für die Jugend eine „Quelle der Inspiration��? für nationale Verwaltungen und ein zentrales Element der europäischen Zusammenarbeit im Bereich der Jugendpolitik. Außerdem hätten die Minister „beste jugendpolitische Praxis“ ausgetauscht. Er müsse aber wirksamer und damit sichtbarer werden, betonte auch der für Jugendpolitik zuständige Kommissar Jan Figel‘ auf der anschließenden Pressekonferenz. Er wies außerdem darauf hin, dass die Umsetzung nicht nur für Jugendliche, sondern vor allem mit den Jugendlichen erfolgen müsse.

Junge Menschen in die Lage zu versetzen, Verantwortung zu übernehmen und günstige Bedingungen zu schaffen, die es ihnen erlauben, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln, ist nach Meinung der Ministerinnen und Minister für ein nachhaltiges Wachstum, eine kontinuierliche Entwicklung und den sozialen Zusammenhalt in der Europäischen Union von entscheidender Bedeutung. Der Rat empfiehlt daher, den Pakt für die Jugend mit mehr Nachdruck umzusetzen, um den Übergang von der Ausbildung zum Arbeitsleben zu erleichtern und die Erwerbs- bzw. Arbeitslosigkeit wirksamer zu bekämpfen.

Eine künftiger Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa solle nach Willen der Minister dort, wo nötig, Monitoring-Mechanismen für strategische und kohärente Maßnahmen für junge Menschen einrichten, um eine bessere Umsetzung der gemeinsamen Ziele und die Jugenddimension in der reformierten Lissabon-Strategie abzusichern. Der tschechische Minister für Bildung, Jugend und Sport, Ondřej Liska, nannte es eine der Hauptanliegen der tschechischen Präsidentschaft, eine Neuordnung der Zusammenarbeit in Europa zu ereichen. Die Diskussion im Ministerrat ist nicht nur als ein Signal an das nächste Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs gedacht, sondern dient auch als Input für eine für April geplante Mitteilung der Kommission, die sich mit der Neuordnung der Kooperation im Bereich der Jugendpolitik beschäftigt.

Quelle: Rat der Europäischen Union vom 23.02.2009 zitiert nach Jugend für Europa.

Quelle: Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendgilfe. http://www.jugendhilfeportal.de/wai1/showdbdb.asp?action=view&db=3&c_msgid=DE0010004553