Jun 102010
 

Am 10.06.2010 hatten wir bei einer Tourstation in Rostock bei den dortigen Jusos die Gelegenheit über Entwicklungshilfe und Bildung zu diskutieren und viele neue Eindrücke, Forderungen und Positionen mitzunehmen.

Nachdem wir zunächst das Jugenddelegiertenprogramm und somit unsere Arbeit vorgestellt haben, stiegen wir gleich in den ersten thematischen Fokus der Tourstation ein: Entwicklungshilfe.
Generell wurde deutlich, dass Entwicklungshilfe immer nachhaltig sein sollte und nicht aufgrund von wirtschaftlichen Situationen der Geber gezahlt werden sollte, sodass stabile Programme entstehen können. Dies ist ganz besonders in der jetzigen Situation der Weltwirtschaftkrise entscheidend, da von dieser gerade die Schwächsten meistens am stärksten betroffen sind, da sie keine Ressourcen haben sich vor den Auswirkungen zu schützen.
Dabei ist der Technologie- und Wissensaustausch von großer Bedeutung, da dieser Hilfe zur Selbsthilfe ermöglicht und mittelfristig Abhängigkeitsverhältnisse durchbrechen kann. Ein weiterer Punkt war, dass die Hilfe stets solidarisch sein sollte. Ebenfalls länger diskutiert wurde die Situation des Welthandels. Es war Konsens, dass dieser fair gestaltet werden muss und, dass Benachteiligung durch Subventionen, Zölle etc. gerade der sich entwickelnden Nationen nicht hinzunehmen sind.
Ein weiterer Aspekt war, dass Entwicklungshilfe sich auch ständig für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen sollte und stets kritisch hinterfragt werden sollte an welcher Institution Entwicklungshilfe in welcher Form geleistet werden sollte.
Daneben wurde auf die nationale Ebene zurückblickend gefordert, dass auf Verpackungen der Entstehungsweg von Produkten und eventuelle Missetaten, wie z.B. der Einsatz von Kinderarbeit, deutlich sichbar sein sollten.

Da in Rostock an diesem Tag ein Bildungsstreik stattfand, entwickelte sich noch ein weiteres Thema: Bildung.
Im Gespräch wurde deutlich, dass Bildung ein Grundrecht jedes jungen Menschen ist, was er unabhängig von der finanziellen Situation frei wahrnehmen können sollte und, dass darüber hinaus auch die notwendigen Materialien kostenfrei zur Verfügung gestellt werden sollten, da diese häufig ein weiteres Bildungshindernis darstellen.