Okt 182008
 

New York, 17. Oktober 2008: Auf Einladung der Deutschen Ständigen Vertretung trafen sich gestern Mittag Jugenddelegierte und ihre „Supervisor“ (Kontaktpersonen aus den jeweiligen Vertretungen), um quasi erstmals in der Geschichte der Jugenddelegierten 😉 die jeweiligen nationalen Programme zu evaluieren. Infolge eines ermutigen Statements des deutschen Botschafters, Thomas Matussek, ging das Wort an die Jugenddelegierten: Wie werdet ihr ausgewählt? Wie bereitet ihr euch vor? Wie seid ihr während der Generalversammlung in eure Delegation eingebunden? All die Fragen, die ansonsten nur auf den Fluren und Kaffeepausen in der UN Cafete diskutiert werden auf einem Zettel gesammelt. Das Ergebnis? Überraschend vielfältig. Wie es zu erwarten war, hat jedes Land seinen eigenen Ansatz: Auswahl per Nominierung seitens nationaler Jugendräte (Finnland, Norwegen, Schweden…), durch nationale Wettbewerbe (Australien, Deutschland, Rumänien, Mexiko…) bis hin zu einer TV-Castingshow in den Niederlanden. Nicht alle Länder unternehmen wie Deutschland eine Tour durch ihr Land, die meisten aber arbeiten sich intensiv in UN Themen ein oder haben bereits aufgrund ihres Ehrenamtes viel hiermit zu tun.

[oben] Nico mit Frau Kreibich (verantwortlich für den 3. Ausschuss) und UN Botschafter Matussek [mitte] Konferenzraum in 22. Stock der Deutschen Vertretung: Jugenddelegierte soweit das Auge reicht [unten] UN Botschafter Matussek und Astrid

Nach einer langen Fragerunde, ging das Zepter an die „Supervisors“: Welche Rolle übernehmen Jugenddelegierte in eurem Land, „Intern deluxe“ oder „Independent Ambassadors of Youth“, lautete die provokante Frage. Die Antworten? Divers. Die Mehrheit allerdings sprach sich dafür aus, dass sich die beiden Rollen nicht ausschließen, sondern ergänzen würden. So sollten Jugenddelegierte einerseits voll in die Arbeit der UN Delegation eingebunden werden, andererseits unabhängig Vorschläge einbringen können.
Alles in Einem: ein äußerst lehrreiches Mittagessen mit viel Diskussionsstoff für die Zukunft.

Wir bedanken uns bei der Deutschen Vertretung, insbes. Frau Kreibich, Herrn Matussek und natürlich Bernadette!

Bis bald
Astrid