Mai 152014
 

Was bildet ihr uns ein Bildungskongress27.04.2014 – Das letzte Aprilwochenende stand für uns ganz im Zeichen der Revolution des deutschen Bildungssystems. Die Veranstalter*innen des “1. Jungen Bildungskongress” hatten Celina und Ozan eingeladen, als Expert*innen bei der Zukunftswerkstatt “kulturelle und außerschulische Bildung” mitzuwirken.

Der Kongress sollte jungen Bildungsbetroffenen, unter denen die Initiatoren alle Menschen mit Kontakt zum Bildungssystem verstanden, eine Plattform zum Austausch von Wünschen, Problemen, Lösungsansätzen und Netzwerken bieten. Eine super Gelegenheit, um viele Jugendliche zu treffen und eure Forderungen an die Politik zu hören, dachten wir uns und machten uns auf den Weg in die Evangelische Schule Zentrum in Berlin, wo der Bildungskongress statt fand.

Die Idee zu dem Kongress wurde durch das Buch “Was bildet ihr uns ein?” angestoßen, woraufhin sich eine Gruppe engagierter junger Menschen zusammen tat, um die ihrer Meinung nach längst überfällige Bildungsrevolution anzustoßen. Besonders unterstützenswert war der jugendpartizipatorische Gedanke des Kongress – denn es sollte einmal nicht nur über junge Menschen gesprochen werden, sondern wir als junge Generation sollten selber reden.

In der Zukunftswerkstatt ging es schnell rund in den Diskussionen, denn erstmal musste geklärt werden, was überhaupt kulturelle Bildung ist. Eine nicht so einfache Definition, wo doch eigentlich alle schonmal damit in Kontakt gekommen sind, es aber so unterschiedliche Formen gibt, von denen keine außen vor gelassen werden sollte.

Die unterschiedlichen Perspektiven anerkennend, konnten wir doch am Ende herausstellen, dass es uns um ein gemeinsames Lernen mit Freiräumen für die eigenen Bedürfnisse geht. Außerdem forderten die Expert*innen des Alltags, wie alle Teilnehmenden auf dem Kongress genannt wurden, dass Schule nicht nur als exklusiver Ort des Lernens angesehen werden sollte, sondern zB. die Struktur zwischen Schule, Stadt und Wald oder Schule und Ehrenamt, aber auch zwischen Schüler_innen und Lehrer_innen, aufgebrochen werden sollte.

„Im Grunde gibt es doch ganz viele, die lernen, die Schüler_innen wie die Lehrer_innen, und im Wald kann das genauso gut funktionieren wie in der Stadt oder in der Schule,“ meint Celina dazu in der Diskussion. Darüber hinaus einigten sich alle, dass ein ganzheitlicher Bildungsansatz propagiert werden sollte, da Kultur und Bildung von Grund auf miteinander kompatibel sind. Sehr begeistert über die vielen Ideen und Visionen, die alle die Relevanz kultureller Bildung unterstrichen, verließen wir die Zukunftswerkstatt.©was bildet ihr uns ein

Neben dem allgemeinen Grundtenor des Bildungsreformbedürfnisses, zeigte sich jedoch auch, dass große Unterschiede im Wissen und den Meinungen über das Bildungssystem vorherrschten und über deren Klärung hinweg manche eigentlich Problematik vergessen wurde.

Aber nicht nur zur außerschulischen Bildung wurde sich an diesem Wochenende Gedanken gemacht, von der frühkindlichen Erziehung bis zum Lebenslangen Lernen wurden alle Bereiche des deutschen Bildungssystems abgedeckt und Forderungen entwickelt. Diese werden in den nächsten Wochen an die Öffentlichkeit herangetragen und vielleicht in einem 2. Jungen Bildungskongress weitergedacht. Wenn du Lust hast, daran mitzuwirken oder dir erst einmal bloß die Forderungen durchzulesen, dann schau einmal auf den Blog von „Was bildet ihr uns ein“ http://wasbildetihrunsein.de/ .

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