Aug 112013
 

12.08.2013 – Seit einem Beschluss der UN-Generalversammlung aus dem Jahr 1999 wird jährlich am 12. August der Internationale Tag der Jugend gefeiert. Dieser Tag soll seither daran erinnern, wie wichtig es ist Jugendliche in politische Willensbildungsprozesse einzubeziehen.

Die deutschen UN-Jugenddelegierten Florian Nowack und Elise Zerrath betonen die Wichtigkeit dieses Tages, da 50% der Weltbevölkerung unter 25 Jahre alt sind. „Jugendliche sind wichtige gesellschaftliche Akteure, das hat nicht zuletzt der Arabische Frühling gezeigt.“, so Florian Nowack. Seine Co-Delegierte Elise Zerrath ergänzt: „Insgesamt gilt es weltweit jungen Menschen stärkeres gesellschaftliches Gewicht zu verleihen.“.  „Dieser Tag gehört allen jungen Menschen, also lasst ihn uns feiern!“, kommentieren die UN-Jugenddelegierten und laden am 12. August zu einer Straßenaktion auf dem Wittenbergplatz in Berlin ein. Von 13 bis 18 Uhr gestalten die Jugenddelegierten ein buntes Programm.

Das Motto des diesjährigen Internationalen Tags der Jugend lautet „Jugendmigration: Entwicklung vorantreiben“. Die Auswanderungsgründe bei jungen Menschen sind vielfältig. Manche fliehen vor Verfolgung, andere aus wirtschaftlichen Gründen. Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Menschenrechtsverletzungen sind für viele Migrantinnen und Migranten allgegenwärtig. Besonders junge Frauen sind einem erhöhten Risiko sexueller Ausbeutung ausgesetzt.

Armut, unmenschliche Lebensbedingungen und Probleme eine reguläre Beschäftigung zu finden, sind nach Meinung der Jugenddelegierten für viele Migrantinnen und Migranten Normalität. Bei jungen Menschen mit Migrationshintergrund ist das Risiko um 70% höher in die Gruppe der sogenannten NEET (Not in Employment, Education or Training – Nicht in Arbeit, Bildung oder Ausbildung) zu fallen verglichen mit Menschen ohne Migrationshintergrund. Diese Herausforderungen würden durch die Wirtschafts- und Finanzkrise verschärft. Im Empfängerland wird Migrantinnen und Migranten häufig unterstellt, sie würden der nationalen Bevölkerung Arbeitsplätze streitig machen und sind so weiterer Diskriminierung ausgesetzt. „Für Deutschland ist das empirisch aber nicht haltbar. In den letzten Jahren hatten wir beispielsweise mehr Abwanderung als Zuwanderung.“, so Zerrath.

Den UN-Jugenddelegierten ist es ein Anliegen auf den positiven Beitrag, den Migrantinnen und Migranten sowohl im Herkunfts- als auch im Zielland leisten, hinzuweisen. „Diese Menschen bereichern eine Gesellschaft nicht nur durch ihr wirtschaftliches Potenzial, sondern besonders durch ihre soziale und kulturelle Komponente.“, sagt Florian Nowack.

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