Apr 242014
 

DSCN649323.04.2014 – Intensiv haben wir am Tag des Bieres bei strahlendem Sonnenschein Politik gemacht. Eine spannende Diskussion wartete auf uns auf unserer Tourstation bei den JUSOS & Schwusos Saarbrücken.

Was verstehe ich unter „Leave no one behind.“, „Put sustanainble development at the core.“, „Transform economies for jobs and inclusive growth.“, „Build peace and effective, open and accountable institutions for all.“ und „Forge a new global partnership.“? Der sogenannte High Level Panel, eine Komission aus internationalen Expert*innen  haben diese Ziele erarbeitet, um sie in den Post 2015 Prozess einzubringen

Können so prägnante, unstreitbare Aussgagen etwas bewirken oder verliert sich der Inhalt in deren Pauschalität?
Am runden Tisch gab es ganz verschiedene Ansätze die Sätze mit Inhalt zu füllen. „Es darf niemand benachteiligt werden, da er in einem gewissen Land auf die Welt kommt!“, die Aussage fasst gut zusammen, was viele am Tisch forderten. Nicht die Asylsuchenden sollen bekämpft werden, sondern die Ursachen, die jemanden dazu veranlassen seine Heimat zu verlassen. Zugleich wird die Forderung laut den Zugang zum gesellschaftlichen Leben und damit auch die Partizipationsmöglichkeiten in Deutschland für alle Menschen in Deutschland zu garantieren. „Die Probleme der deutschen Jugend sind im Weltvergleich relativ luxuriöse.“, so ein Teilnehmer der Diskussion. Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass in Afghanistan die Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht stattfindet, dass in Uganda die Todesstrafe darauf steht, dass ein Mann einen anderen Mann liebt, dass die Bildungschancen auf der Welt regional gravierend auseinanderklaffen, dass eine Umverteilung der Lebensmittel stattfinden muss, dass Kriegsopfer nicht genügend Beachtung finden. Und zugleich ist klar, dass es gilt hier und jetzt etwas zu bewegen: Frauen müssen das gleiche Gehalt bekommen wie Männer mit gleichem Job! Die Lebenspartnerschaft ist nach wie vor der Ehe benachteiligt! Die Bildungschancen von allen Kindern in Deutschland müssen gewährleistet werden! Weniger Fleischkonsum hier für einen global gerechteren Lebensmittelzugang! Die Medienberichterstattung darf langanhaltende Themen nicht aus den Augen verlieren!

Schließlich gibt es auch Forderungen, die keine Nationalgrenze, kein „hier“ und „da“ kennen. Das Märchen vom freien Markt überwinden. Umwelt schonen. Bewusstsein schaffen. Für die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder sorgen. Bildung muss überall kostenlos werden/bleiben. Eine gerechtere Verteilung von Gewinnen eines Unternehmens. Armeen abbauen. Globalisierung zum Wohl jeden Menschens nutzen, nicht nur zum Nutzen der Wirtschaft.

Und schließlich wird wird auch gefragt, inwiefern niemand zurück gelassen wird, wenn nur 30 von 193 Staaten Jugendpartizipation über UN Jugenddelegierte ermöglichen.

Einen Packen voller Forderungen, Ideen und Anregungen nehmen wir mit aus Saarbrücken!

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