Jul 172010
 

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Rabatz Live! Diesem Event fieberten seit fast einem Jahr die bayerischen Mitglieder der Katholischen Jungen Gemeinde (KjG) voller Vorfreude entgegen. Am 17.07.2010 hatte das Warten ein Ende, und ein Jahr vollgepackt mit tollen Aktionen gegen Rechtsextremismus fand in Nürnberg am Kornmarkt, direkt neben der Straße der Menschenrechte, seinen Höhepunkt.

Rabatz – lieber unbequem als rechtsextrem. In diesem Jahr hatten sich die bayerischen KjglerInnen mit dem Thema Rechtsextremismus einen Schwerpunkt gesetzt und sich mit vielfältigen Aktionen und innovativem Material, wie Kneipentouren mit hippen, informativen Bierdeckeln, attraktiven Postkarten, witzigem Klingelton und einer großen Bannergestaltungsaktion, engagiert.

Bei der Abschlussaktion Rabatz Live ging es nach einem spirituellen Auftakt in die große Workshop- und Vortragsphase rund um Rechtsextremismus. Neben den Erfahrungen eines Aussteigers aus der rechtsextremen Szene, sowie den Erlebnissen eines KZ-Überlebenden, gab es auch viele Mitmachworkshops zu Symbolen/Musik von Rechten, Ideen zum Kampf gegen Rechte Aufmärsche und Infos zum Auftritt Rechtsextremer im Internet, zu besuchen.DSC07302

Als bayerische KjGlerin war ich natürlich auch als Jugenddelegierte mit einem Workshop dabei. Über den Aspekt der Menschenrechte näherten wir uns dem Thema und untersuchten, welche Menschenrechte denn wegfallen oder eingeschränkt werden, wenn die Rechten an die Macht kommen würden. An der Straße der Menschenrechte stellten wir uns die jeweiligen Rechte pantomimisch vor und überlegten welche Konsequenzen eine Diktatur auf sie hat. So wären beispielsweise Grundrechte, die bei uns auch im Grundgesetz verankert sind, wie „Meinungs-, Religions-, Versammlungsfreiheit“ und „Gleichheit vor dem Gesetz“ abgeschafft. Auch das „Recht auf persönliche Freiheit und Sicherheit“ würde wohl eingeschränkt werden und Folter nicht mehr verboten sein. Gleichzeitig stellten wir auch fest, wir paradox es doch ist, dass nationalsozialistische Parteien über demokratische Wege versuchen an die Macht zu kommen, um die Demokratie dann abzuschaffen.

Nach diesem klasse Workshop, hatte auch ich die Möglichkeit, mir die Erlebnisse des Aussteigers näher anzuhören und mehr über die rechte Szene und die Beweggründe seines früheren Verhaltens zu erfahren.

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Als krönenden Abschluss des Tages tanzten wir zu der Nürnberger Band Colon und den Augsburgern Anajo bis in die Nacht hinein. Selbst Dauerregen konnte die begeisterten KjGlerInnen nicht aufhalten Rabatz würdig zu beenden.

Ein großes Dankeschön an die KjG Landesarbeitsgemeinschaft Bayern für die tolle Aktion. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht dabei zu sein. Bis bald

Eure Clara