Feb 272014
 

Flagge27.02.2014 – Vom 11.-21. Februar fand die diesjährige Sozialentwicklungskommission (SEK) in New York statt, an der Florian und Elise teilnehmen. Die Kommission stand unter dem großen Oberthema ´Promoting empowerment of people in achieving poverty eradication, social integration and full employment and decent work for all’. In diesem Jahr wird auch das 20-jährige Jubiläum des Internationalen Jahres der Familie begangen. Entsprechend prominent war das Thema Familie bei der Kommission.

Resolution

Anders als im Vorjahr, gab es bei der diesjährigen Sozialentwicklungskommission keine Jugendresolution und daher versuchten wir bei den Resolution zu Familienpolitik und zum Oberthema ´Empowerment´ unseren Input zu geben. Unsere Möglichkeiten zur Einflussnahmen waren aber begrenzt, da beide Resolutionen EU koordiniert waren (wir können an den EU Koordinierungen nicht teilnehmen). Daher konnten wir nur zu Beginn der Verhandlungen und in informellen Gesprächen unseren Input geben. Wir besuchten die Verhandlungen (sog. Informals), aber anders als bei der UN Generalversammlung stand die Resolutionsarbeit weniger im Mittelpunkt.

Rede

Florian bei der CSocD RedeDas BMFSFJ hat uns wie bereits im Vorjahr ihren Redeslot abgetreten. Wir hatten in unserer Rede dieses Jahr den Fokus auf Familie im weitesten Sinne gelegt: Wir betonten die Wichtigkeit von reproduktiven und sexuellen Rechte und die Anerkennung von Diversität in Familien. Im Bereich internationaler Jugendpartizipation forderten wir Gespräche über die Einrichtung eines Permanentes Jugendforum zu führen und das Jugenddelegiertenprogramm auszuweiten. Außerdem kritisierten wir die Arbeitsweise der UN und forderten mehr Bereitschaft von der Weltgemeinschaft progressivere Sprache zu verwenden. Das Video und der Redetext sind online abrufbar.

Side Event

DSC01160Die Ständige Vertretung hat uns die Möglichkeit gegeben wie bei der Generalversammlung eine Podiumsdiskussion im Auditorium des Deutschen Haus zu organisieren. Unter dem Titel ‚Family. Its your right to choose.‘ organisierten wir unser Side Event zu den Themen reproduktive Rechte und Diversität in Familienmodellen. Als Panelist*innen konnten wir Sarah Gold (International Women’s Health Coalition), Emily Carson (International Gay and Lesbian Human Rights Commission), Prateek Awasthi (UNFPA) und Amanda McRae (Center of Reproductive Rights) gewinnen, moderiert wurde die Veranstaltung von Dianne Stewart (Director of External Relations for UNFPA). Die Besucherzahl von ca. 70 Teilnehmer*innen überstieg unsere Erwartungen. Unser Side Event wurde von drei Künstler*innen (zwei Poetry Slammer*innen und einer Sängerin) begleitet, die ihre persönliche Erfahrungen zum Thema Familie teilten. Wir erhielten sehr viel positives Feedback für unser Side Event, besonders da es sich durch die Beiträge der Künstler*innen von anderen Veranstaltungen abhob. Fotos und ein Video vom Side Event sind online abrufbar.

Zusammenarbeit mit den Jugenddelegierten anderer Länder 

1926663_258327974343971_1751293376_nAn der Sozialentwicklungskommission nahmen deutlich weniger Jugenddelegierte teil als an der Generalversammlung. Neben den europäischen Jugenddelegierten (Belgien, Bulgarien, Niederlande, Rumänien) waren die Jugenddelegierte aus Sri Lanka vor Ort.

Ausweitung des Jugenddelegiertenprogramms

Ein wichtiges gemeinsames Anliegen von uns Jugenddelegierten und Pablo Angulo (Jugendreferent, WFUNA) war es eine konkrete Strategie zur Ausweitung des Jugenddelegiertenprogramms zu entwickeln.

Weitere Treffen

Wir nutzten die Möglichkeit Gespräche mit UN Institutionen (ILO und UN Women) zu führen um so einige unserer Forderungen direkt in das UN System zurückzuspiegeln. Außerdem führten wir ein Gespräch mit der Group of Elderly, um zu prüfen wo Potenzial für eine generationsübergreifende Zusammenarbeit besteht.

Danksagung

Mit der SEK und dem daran anschließenden Wissenstransfer für Ozan und Celina, ging für uns ein prägendes, einmaliges Jahr als UN Jugenddelegierte zu Ende. Wir möchten uns an dieser Stelle beim DNK, der DGVN und bei allen denen bedanken, die uns so tatkräftig während dieser Zeit unterstützt haben. Wir freuen uns dieses außergewöhnliche Ehrenamt an zwei so motivierte Nachfolger*innen weiterzugeben und wünschen Celina und Ozan alles Gute in ihrer Amtszeit.

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