Mai 092007
 

Berlin, 09. Mai 07: Diese Veranstaltung befasste sich mit der Frage, wie man der alltäglichen Diskriminierung von Sinti und Roma, Europas größter Minderheit, entgegentreten kann und wie die Bildungschancen von jungen Sinti und Roma verbessert werden können. Zudem wurde am Donnerstag eine Kampage für Vielfalt, gegen Diskriminierung, Antisemitismus und Antiziganismus eröffnet.

Organisiert wurde diese Veranstaltung vom Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des Türkischen Bunds in Berlin-Brandenburg, von Bashe Rroma e.V. (Roma Elternverein Berlin) und der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin. Als gutes Vorbild bewiesen die Organisatoren, was eine gleichberechtigte Zusammenarbeit von Roma und nicht-Roma Organisationen bedeutet, und rückten die Stellung von Selbstorganisationen in den Mittelpunkt. Für mich war insbesondere eine spannende Diskussionsrunde wichtig über die Ausgrenzung und Benachteiligung in zentralen Bereichen wie Arbeit, Bildung und Gesundheit. Schockiert hörte ich Zahlen, dass 2/3 der deutschen Gesellschaft antiziganistische Vorurteile pflegt (Vorurteile gegen Sinti und Roma).

Darauf basierten zentrale Forderungen dieser Veranstaltung nach Chancengleichheit und Partizipation von Sinti und Roma im öffentlichen, politischen und kulturellen Leben!

Insbesondere muss gegen die Diskriminierung und Ungleichbehandlung von Kindern und Jugendlichen in Schulen vorgegangen werden.

Donnerstag, 10. Mai 07: Im tollen, afrikanischen Jugend- und Kunstzentrum YAAM am Spreeufer wurde heute die Kampagne für Vielfalt, gegen Antisemitismus und Antiziganismus eröffnet! Diese beinhaltet zahlreiche Veranstaltungen an Schulen im nächsten halben Jahr und endet in einer großen Abschlussveranstaltung am Aktionstag für Vielfalt am 01. November. Sehr empfehlenswert erschien mir der Film „Am I my Brother’s Keeper? Yes I am!“ von Sven Halfar, welcher am Donnerstag in der Eröffnung gezeigt wurde. Der Film erzählt von den Schwierigkeiten, eine afrodeutsche Identität zu entwickeln, vom Rassismus und der Problematik der Integration in die deutsche Gesellschaft und davon, wie gut es tut, gemeinsam die Stimme zu erheben, wie es die Brothers und Sisters Keepers mit Ihrer Musik und in vielen Gesprächen mit Kids an ostdeutschen Schulen tun.

Für Vielfalt, Toleranz und Respekt! Gegen Diskriminierung, Antisemitismus und Antiziganismus! Diese Worte kann man nicht genug wiederholen.
Hoffentlich stehen diese Worte in naher Zukunft auch im Weltaktionsprogramm für die Jugend der Vereinten Nationen!

Jonathan