Mai 252011
 

Gemeinsam mit der AG Europa der KLJB Regensburg machte sich Andreas auf in die Donaumetropole. Denn Wien ist neben New York, Genf und Nairobi einer der vier Standorte der Vereinten Nationen. Und genau am richtigen Ort konnte Andreas – vor dem Besuch der UNO-City – das UN-Jugenddelegiertenprogramm vorstellen und einen kleinen Einblick in das System der VN geben.

So konnten die Teilnehmer(innen) bei der Führung durch den Gebäudekomplex der UN in Wien im Anschluss besser einordnen, welche Rolle welches Organ in der UN-Familie spielt. Drei Sonderorganisationen mit Sitz in Wien stellten sich nochmals mit einem Vortrag vor.
Den Anfang machte UNOOSA, das Komitee für Weltraumfragen. Vielen ist gar nicht bekannt, dass es dieses Büro gibt. Aber sehr schnell konnten die beiden Mitarbeiter deutlich machen, warum es wichtig ist, dass die Staaten die im Weltraum aktiv sind, in einem internationalen Gremium Absprachen und Vereinbarungen treffen. Da der Weltraum zu keinem „Staatsgebiet“ gehört, bedarf es hier ganz eigener Regelungen. So darf kein Staat Atomwaffen im Weltraum stationieren oder ein anderes zu regelendes Problem ist der Weltraummüll, der sich über die Zeit angesammelt hat.
Als zweite Organisation stellte sich CTBTO vor. Büro gehört zum Vertrag über das Verbot von Nuklearversuchen. Obwohl der Vertrag noch nicht in Kraft ist, sorgt das Büro vorbereitend dafür, dass das Verbot durchgesetzt werden könnte. Dazu gehört ein Überwachungssystem, das alle Atomtests sofort aufdecken würde. Sehr eindrücklich schilderte die Referentin, welchen Schaden an Mensch und Umwelt Atomtests in den vergangenen 60 Jahren verursacht haben. Ein Problem, das oft geleugnet und von vielen ausgeblendet wird.
Zuletzt gab UNIDO Einblicke in seine Arbeit. Die Organisation für nachhaltige industrielle Entwicklung führt viele, sehr unterschiedliche Entwicklungshilfeprojekte auf der ganzen Welt durch.
Am Abend sammelten die Teilnehmer(innen) ihre Eindrücke und diskutierten mit Andreas die Vorzüge und Schwächen des UN-Systems, so wie es derzeit organisiert ist.
Am folgenden Tag rundete ein Besuch bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) den Aufenthalt ab. Zwei Mitarbeiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der OSZE gaben Einblick in ihre Arbeit und die Aufgabenfelder der Organisation.