Jul 302011
 

Genf (Schweiz), 15. – 17. Juli 2011

Ein nicht ganz vollständiges Gruppenfoto

Nun war es also so weit – mit großer Spannung hatten wir darauf gewartet – wir trafen das erste Mal einen Großteil der europäischen Jugenddelegierten. Das ‚Advocacy Meeting’ des European Youth Forums (YFJ) brachte uns zusammen und diente vor allem der Koordination unserer Aktivitäten.

Zuerst wurden wir vom Schweizer Jugendring, dem Gastgeber des Treffens in Genf begrüßt. Dann ging es zunächst darum, sich kennenzulernen. Wer sind die anderen? Wo kommen Sie her?

Zum Abschluss des ersten Abends haben wir uns ausgetauscht, was es heißt ein UN-Jugenddelegierte/r zu sein und welche Aufgaben auf uns zukommen würden. Falko Mohrs, Vorstandsmitglied im YFJ, erklärte uns die Zusammenhänge und Möglichkeiten der Jugendpartizipation innerhalb der UN und die Aufgabe des YFJ: die Koordination und Begleitung unserer Arbeit als europäische Jugenddelegierten.

Jonas, der Schweizer Jugenddelegierte des vergangenen Jahres, erklärte uns vieles über das ‚alltägliche Leben’ eines Jugenddelegierten in New York – Abstimmungsrunden mit der eigenen Vertretung, Abstimmungsrunden innerhalb der EU, Verhandlungen, informelle Runden, Absprachen mit den anderen Jugenddelegierten usw. Außerdem wollten wir ja auch noch gemeinsame Aktivitäten wie ein Side-Event oder einen Newsletter machen.

Hier war spätestens auch allen anderen klar: New York wird anstrengend!
Damit es neben anstrengend auch erfolgreich wird, tauschte sich die Gruppe über die nationalen Prioritäten aus und verständigte sich auf mehrere Punkte:

• Jugendresolution:
Alle zwei Jahre gibt es eine spezielle Weltjugendresolution, die von der Generalversammlung der UN verabschiedet wird. Auch in diesem Jahr wieder wird Portugal zusammen mit Senegal und Moldawien den Entwurf für die diesjährige Resolution schreiben und einbringen. Leider wissen wir noch nicht, was die diesjährigen Themen sein werden. Jedoch ist es klar, dass wir uns zu jedem dieser Themen auf wichtige Punkte und Strategieansätze sowie eine(n) Expertin/Experten, der sich in aller Tiefe in ein Thema einarbeitet.
• gemeinsame Aktivitäten
Es wird natürlich während der gesamten Zeit bis und in New York eine intensive Abstimmung über die Inhalte und Aktivitäten geben. Trotzdem haben wir uns bereits auf einige wichtige Eckpunkte geeinigt:
Side Event: Ein Side Event findet i.d.R in der Mittagspause zwischen den Verhandlungen statt und dauert ca. 1,5 Stunden. Ziel eines Side Events ist es, die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden auf ein besonders wichtiges Thema zu lenken und ihnen Informationen bereitzustellen. Wir Jugenddelegierten wollen ein gemeinsames Side Event zu dem Thema soziale Nachhaltigkeit veranstalten. Es wird aller Wahrscheinlichkeit in der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen stattfinden.
Wir versprechen uns einen ähnlichen Erfolg wie ihn die Jugenddelegierten in den letzten Jahren hatten.
• Newsletter
Wir werden vor, während und nach der Generalversammlung einen gemeinsamen Newsletter herausbringen. Dieser wird zum einen digital verschickt aber auch in Papierform im UN-Gebäude verteilt. Der Newsletter wird vor allem über die aktuellsten Entwicklungen berichten, auf wichtige Ereignisse hinweisen, Hintergrundinformationen über Themen und das Jugenddelegierten-Programm hinweisen so wie die Aufmerksamkeit auf uns erhöhen.
• Website
Als generelles Kommunikations- und Informationsmedium soll die internationale Website (www.unyouth.com) weiterlaufen und alle Interessierte auf der ganzen Welt mit aktuellen Informationen versorgen. Angedacht ist es auch, dort die einzelnen ‚twitter-feeds’ der Jugenddelegierten zusammenzuführen.
• Koordination
Um gemeinsam erfolgreich arbeiten zu können ist besonders ein koordiniertes und gezieltes Auftreten wichtig. Hierfür soll es regelmäßige Treffen aller Jugenddelegierten während der Generalversammlung geben. Hier können wir uns über Meinungen, Ergebnisse und Erfolge austauschen so wie unser weiteres Vorgehen planen.

Für ein Wochenende haben wir also vieles erreichen können und neue Freundschaften geknüpft – bis zur General-versammlung ist vieles zu tun, aber wir haben eine gute, starke und sehr politische Jugend-delegierten-Gruppe, so dass wir optimistisch die nächsten Schritte gemeinsam angehen zu können.