Feb 042011
 

Andreas, Clara, Ban Ki-moon, Heidi, Jens

Andreas, Clara, Ban Ki-moon, Heidi, Jens

Das nennen wir einen aufregenden Einstieg in das Amt der UN-Jugenddelegierten! Gleich zu Beginn hatten Heidi und Andreas, sowie Clara und Jens, die Ehre den UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in Berlin zu treffen, als dieser eine Rede im Audimax der Humboldt Universität hielt.

Berlin 4. Februar 2011. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sprach heute auf einer Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) in Berlin über die drängenden internationalen Aufgaben. Im Audimax der Humboldt-Universität erklärte der Südkoreaner, dass die Menschheit nie dagewesene Herausforderungen zu bewältigen habe. Den Klimawandel einzudämmen, die weltweite Armut zu bekämpfen und die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen zu stoppen sind die zentralen Herausforderungen, denen sich die Weltorganisation verstärkt stellen muss.

Zu den aktuellen Geschehnissen in Ägypten und der politischen Instabilität äußerte sich der UN-Generalsekretär vor den 800 Studierenden und geladenen Gästen. „Ich fordere alle Parteien zum friedlichen und schnellen Dialog auf. Der geordnete Wechsel in Ägypten muss schnell erfolgen”, sagte Ban. Er forderte angesichts der zahlreichen Verletzten und Todesopfer der vergangenen Tage Zurückhaltung von allen Seiten – den Pro- und Antiregierungsdemonstranten in Ägypten. Auch die Restriktionen der ägyptischen Regierung gegen internationale Medien und Hilfsorganisationen verurteilte er scharf. Ban sagte: „Kein Land könne die Probleme der Zeit allein lösen, gemeinsam müssen wir nach Lösungen suchen. Niemals waren die Vereinten Nationen dabei wichtiger als heute.“

Der UN-Generalsekretär ging auch auf den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr ein. Ihm sei klar, dass der Einsatz Kontroversen auslöse, aber er sei „unverzichtbar, um in Afghanistan stabile Strukturen aufzubauen, die der Bevölkerung Hoffnung für die Zukunft geben“.

Die nachhaltige Entwicklung ist eine der zentralen Aufgaben, um den Bedürfnissen der heutigen und zukünftigen Generationen zu begegnen: „Die alten Modelle greifen nicht mehr; sie sind nicht nur obsolet, sondern gar gefährlich, fast selbstmörderisch.“ Mit Blick auf den UN-Umweltgipfel 2012 betonte Ban, dass die Welt neue Wirtschaftsweisen braucht. „Wir müssen neu bestimmen, was Fortschritt heißt“, sagte Ban. „Wir brauchen eine Revolution der Art wie wir leben, eine Revolution in unseren Beziehungen mit unserem Planeten“.

Quelle: DGVN-Website