Feb 072012
 

Auch in diesem Jahr wurde wieder ein Weltjugendbericht veröffentlicht. Der Bericht untersucht den Übergang von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt. Gerade Jugendliche sind besonders von der globalen Wirtschaftskrise, geringer Beschäftigung und Arbeitslosigkeit bedroht.

Die langfristigen Folgen der Jugendarbeitslosigkeit haben dabei nicht nur Auswirkungen auf die jungen Menschen selbst, sondern auch auf die Gesellschaft als Ganzes. Jugendliche sind oft die wichtigen Akteure bei der Verfolgung menschenwürdiger und produktiver Arbeit. Doch allzu häufig gehen ihre Stimmen unter oder ihre Erfahrungen finden kein Gehör. Daher dient der Weltjugendbericht vor allem dazu, die Herausforderung der Jugendlichen zu untersuchen und ihnen somit eine aktive Teilhabe an der Gesellschaft aufzuzeigen. Bei der Erstellung des Weltjugendberichts wurden unter anderem Mitgliedstaaten, Jugendorganisationen und –verbände einbezogen. Erstmals erhob das UN-Sekretariat auch Daten in einer globalen E-Diskussion, die vom 11.Oktober bis zum 7. November online stattfand. Die dadurch entstandenen Empfehlungen zeigen ein wichtiges Arbeitsprogramm für die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen auf, um das weltweite Problem der Jugendarbeitslosigkeit zu begegnen.

Ein kurzer Überblick über den Bericht:

Kapitel I beginnt mit einem Statusbericht der Beschäftigungstrends und einer Arbeitsmarktanalyse  der Beschäftigung von Jugendlichen weltweit. Des Weiteren werden die wichtigsten Eckpunkt im Bezug auf Demographie und sozialer Entwicklung illustriert und ferner positive und negative Trends in einzelnen Ländern untersucht – immer auch unter Berücksichtigung der verschiedenen Entwicklungsstadien weltweit.

Kapitel II untersucht die Voraussetzungen für eine langfristige Beschäftigung: ausreichende Bildung, qualifizierte Ausbildung und so genannte Soft-Skills. Beschäftigungsverhältnisse von Jugendlichen sind oftmals von Unternehmergeist geprägt, aber die richtige Lebens-Arbeitsbalance spielt eine ebenso große Rolle. Dabei stellt der Übergang in den Arbeitsmarkt die Jugendlichen vor großen Herausforderungen, so dass das Bildungswesen besser auf veränderten Bedürfnissen von Wirtschaft und Gesellschaft reagieren muss. Junge Menschen müssen die Verantwortung für Ihre eigenen Entscheidungen übernehmen können.

Kapitel III konzentriert sich auf den Übergang der Jugendlichen in die Arbeitswelt, vor allem auf die Suche nach einem ersten Arbeitsplatz. Im Mittelpunkt steht dabei die Verfügbarkeit von Informationen für Jugendliche, die sich erstmals mit dem Arbeitsmarkt und der Arbeitssuche beschäftigen. Verschiedene Mechanismen und Instrumente werden aufgezeigt, die die Jugendlichen informieren, beraten und vernetzen sollen. Das Kapitel befasst sich außerdem mit möglichen neuen  Arbeitsmarktbereichen für die Jugend.

Kapitel IV untersucht die Qualität und die Bedingungen der Beschäftigung von Jugendlichen. Die Aufmerksamkeit wird vor allem auf die hohen Raten der Unterbeschäftigung,  auf die Löhne, Arbeitsbedingungen und die gefährdete Beschäftigung in der informellen Wirtschaft gelegt. Die Rahmenbedingungen der Beschäftigungsverhältnisse Jugendlicher haben oftmals großen Einfluss auf das Familienleben, die Gesundheit und das Wohlbefinden dieser Gruppe.

Der vollständige Bericht ist unter http://unworldyouthreport.org zu finden.