Mai 032014
 

28.04.14 – Diese Woche waren Celina und Ozan vor dem Hintergrund der anstehenden Weltjugendkonferenz in Sri Lanka bei der Deutschen Gesellschaft der Vereinten Nationen zu einem Briefing zur Menschrechtssituation in Sri Lanka eingeladen. Mit Ranjith Henayaka-Lochbihler referierte ein ausgewiesener Fachmann in Sachen Sri Lanka und Menschenrechte. Henayaka-Lochbihler, der ursprünglich aus Sri Lanka stammt, lebt seit mehr als 30 Jahren in Deutschland und ist mit der Europaabgeordneten und Menschenrechtsexpertin Barbara Lochbihler verheiratet. Anhand seiner persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse als studentischer Aktivist zeichnet Henayaka-Lochbihler die politische Gesichte des Landes nach:
Britische Kolonialherrschaft, Bürgerkriege und der andauernde Konflikt zwischen Tamil*innen und Singales*innen sind hierbei wesentliche Ereignisse, die zum Verständnis der aktuellen Lage wesentlich sind.

Der Großteil der aktuellen Regierung entstammt einer Familie: Henayaka-Lochbihler spricht von feudalem Faschismus. Unfreie Presse, kaum existente Minderheitenrechte, ein dominanter Polizei- und Militärapparat sowie eine unterdrückte Opposition: Sri Lanka ist jährliches Sorgenkind und Diskussionsthema im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf.

DGVN Sri Lanka

Des weiteren warnt Henayaka -Lochbihler Celina und Ozan vor einer Inszenierung seitens der sri lankanischen Regierung, die seiner Meinung nach die Weltjugendkonferenz dazu benutze um das international angeknackste Image aufzubessern. Er bezweifelt, dass alle einheimische Student*innen die Chance gehabt hätten an der Konferenz teilnehmen zu können. Eher sei zu erwarten, dass eine handerlesene Gruppe regierungsfreundlicher Jugendlicher aus Sri Lanka teilnehmen werde.

Die Jugenddelegierten wollen daher kritisch nach Sri Lanka reisen und werden sich vor dem Hintergrund des Briefings darum bemühen auch außerhalb der Konferenz mit Student*innen in Kontakt zu treten und ein objektives Bild von der Lage in Sri Lanka zu bekommen.

Erfahrt mehr über die Situation in Sri Lanka: http://www.dgvn.de/meldung/sri-lanka-ein-ambivalenter-gastgeber/

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