Jun 022012
 

Auf der Baltic Model United Nation (BALMUN) in Rostock haben sich Patrick und Sabrina über das vergangene Wochenende ausgetauscht. Wir haben das Gespräch für euch aufgezeichnet damit auch ihr erfahrt, was bei den beiden Pfadfinderlagern des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) in Jersbek und der Deutschen Pfadfinderschaft St.Georg (DPSG) in Westernohe am Pfingstwochenende geschah:


Patrick: Hey Sabrina, wir haben uns ja schon ewig nicht mehr gesehen. Wo warst du eigentlich Pfingsten?

Sabrina: Ich war beim Pfingstlager der Deutschen Pfadfinderschaft St.Georg (DPSG) und es war wirklich schön! Ich habe drei tolle Tage mit über viertausend Pfadfinder*innen beim Bundespfingstlager der DPSG in Westernohe verbracht.

Patrick: DPSG – das sind die katholischen Pfadfinder*innen, oder? Musstest du da auch mal beten?

Sabrina: Bei uns in der DPSG muss niemand beten wenn er nicht möchte. Auf dem Pfingstlager gab es zwar einen gemeinsamen Gottesdienst, wo jeder der wollte hingehen konnte, aber niemand war dazu gezwungen. Die DPSG sieht sich nicht als exklusiver Kreis von Katholiken. Es steht jedem offen, der DPSG beizutreten, auch wenn man keiner oder einer anderen Konfession angehört. Auf dem Pfingstlager hatten wir beispielsweise auch eine Gruppe vom Bündnis der muslimischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Deutschland zu Besuch. Im Vordergrund steht doch bei allen Verbänden das Gleiche – das Pfadfinder-sein! Ich für meinen Teil hatte auf jeden Fall eine tolle Zeit im International Camp, wo ich viele Pfadfinder*innen aus aller Welt getroffen habe.

Sabrina: Du warst an Pfingsten auch bei einem Pfadfinderlager – was war da anders?

Patrick: Ich war beim Landespfingstlager des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder Schleswig-Holstein/ Hamburg, das ist ein interkonvesioneller Bund. Wir waren dort Teil der Pfadfinderstadt „Euphoria“ und die Kinder und Jugendlichen konnte im Rahmen des Pfingstlagers Demokratie direkt erleben und leben.

Sabrina: Das passt dann ja perfekt zu dem Jugenddelegiertenprogramm. Wie hast du das denn in das Lagerleben eingebunden?

Patrick: Ich habe Workshops zum Thema ‚Partizipation‘ angeboten und an der Disco-Tier-Bar mit verschiedenen Politiker*innen teilgenommen. Mit dabei waren Ruth Kastner von den Grünen im Kreis Stormarn und MdL Martin Habersaat von der SPD. Zusammen mit interessierten Jugendlichen haben wir über Bildungspolitik, Jugendbeteiligung und Umwelt diskutiert und eine spannende Zeit erlebt.

Patrick: Und du?

Sabrina: Bei uns war es ganz ähnlich. Am Samstag war ich Teil des Programms für die Pfadfinderstufe. Ganz im Sinne deren Mottos „Wag es deine Meinung zu vertreten!“ habe ich gemeinsam mit ihnen ebenfalls über Jugendpartizipation diskutiert. Es gab heiße Debatten über das Wahlalter ab 16 und die verschiedenen Demokratieformen und die Frage, in wie weit Jugend die Politik mitbestimmen sollte. Damit wir beide das Ganze auch nicht vergessen, haben die Pfadfinderinnen und Pfadfinder der DPSG uns alles auf eine Tischdecke aufgeschrieben, die uns auf unseren Weg nach New York begleiten wird. Außerdem haben die Pfadfinderinnen und Pfadfinder mit mir ein UN-Quiz gemacht und einiges dazugelernt.

Patrick: Cool, dann hat es sich ja gelohnt das wir auf zwei verschiedenen Lagern waren, denn es wäre bestimmt schade gewesen wenn wir eines der Lager verpasst hätten.

Sabrina: Ja stimmt. Patrick, was ist denn nun eigentlich unser Fazit des Wochenendes?

Patrick: Ein Fazit ist ganz schön schwer, aber ich würde sagen, dass es wieder einmal erstaunlich war, so viele interessierte Jugendliche zu treffen und uns mit ihnen auszutauschen. Die Politik kann echt noch was von den Jugendlichen lernen!

Sabrina: Finde ich auch! Und ich hoffe, dass wir noch viele Jugendliche treffen mit denen wir so toll diskutieren können.