Dez 172007
 

Weltjugendreport 2007 des Generalsekretärs der Vereinten Nationen kurz vor der Veröffentlichung – Deutsche UNO-Jugenddelegierte kommentieren
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Berlin, 17. Dezember 2007: „Young People’s Transition to Adulthood: Progress and Challenges�? unter diesem Titel wird am Dienstag, den 18. Dezember um 11 Uhr Amerikanischer Zeit (16 h MEZ) der Weltjugendbericht 2007 von Generalsekretär Ban Ki-Moon veröffentlicht.

In 8 Kapiteln werden wichtige Trends in der Jugendentwicklung unter regionaler Herangehensweise untersucht. Der Weltjugendbericht wurde erstmals 2003 erstellt und untersucht die Herausforderungen und Möglichkeiten für die ca. 1.2 Millionen jungen Menschen zwischen 15 und 24 in der Welt. Grundlage dafür bietet das Weltaktionsprogramm für die Jugend (WPAY).

Ein Kapitel, das sich allgemein mit Möglichkeiten von Jugendlichen in entwickelten Marktwirtschaften beschäftigt, betrifft auch die Situation Jugendlicher in Deutschland. Durch die gute Zusammenarbeit mit der Jugendabteilung haben die Jugenddelegierten zur UNO-Generalversammlung 2007 schon vorab Einblick in den Bericht erhalten. „In Deutschland wird vor allem auf das Phänomen ‚Generation Praktikum’ eingegangen. Ohne mindestens eine Praktikumserfahrung haben junge Menschen oft kaum Chancen auf einen raschen Berufseinstieg.“ zeigt Jugenddelegierte Marah Köberle auf. „Auch uns berichteten viele Jugendliche über den Druck, den sie in Schule, Studium oder Ausbildung erfahren“ erläutert Jonathan Mack. Andererseits steht Deutschland in Bezug auf Arbeitslosigkeit von türkischstämmigen Jugendlichen im europaweiten Vergleich positiv da, wie eine Grafik aufzeigt.

Als Jugenddelegierte waren Marah Köberle (22) und Jonathan Mack (23) über 6 Monate und 25.000 km in Deutschland unterwegs, um auf ihrer Deutschlandtour in Diskussionen, Workshops und Gesprächen die Wünsche und Forderungen tausender Jugendlicher nach New York auf die Generalversammlung zu bringen. In Jugendverbänden, Schulen, Universitäten sowie auf Jugendveranstaltungen beschäftigten sie sich mit Themen wie Bildung, HIV/AIDS oder Globalisierung. In New York hielten sie im Namen der deutschen Jugend ein Statement und berieten die Deutsche Delegation für ihre Arbeit zur Jugendresolution.

Politisch stellt der Weltjugendbericht ein wichtiges Instrument dar: „Jugendliche werden, obwohl sie fast 20% der Weltbevölkerung ausmachen, selten als eigene Gruppe gesehen. Da aber gerade im Jugendalter viele Herausforderungen wie das Erreichen eines Bildungsabschlusses, das Erlernen eines Berufes oder die Gründung einer Familie bestehen, ist der Weltjugendbericht ein wichtiges Messelement der Jugendentwicklung welt-weit“ erklärt Marah Köberle.

Es ergibt sich ein direkter Bezug zur Arbeit der Jugenddelegierten zu UNO-Jugendthemen: „Viele der Forderungen, die wir auf der Generalversammlung eingebracht haben, finden sich im aktuellen Bericht wieder: Bildung, Beschäftigung und Globalisierung sind Themen die die Entwicklung Jugendlicher weltweit beeinflussen.“ ergänzt Mack. „Chancengleichheit war einer der Hauptpunkte unserer Rede vor der Generalversammlung. Nun hoffen wir, dass auch die Deutsche Politik im
Bereich Jugend verstärkt aktiv wird.

 

Träger des Programms für die deutschen Jugenddelegierten zur UN-Generalversammlung sind das Deutsche Nationalkomitee für Internationale Jugendarbeit (DNK) und die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN)