Jul 132015
 

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5. Juni 2015

Am 5. Juni 2015 stand bei der Podiumsdiskussion „Diskurs Bildung und Jugend“ das deutsche Bildungssystem im Zentrum der Debatte. Die Veranstaltung wurde vom Landesbüro NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit der Akademie für Sozialethik und Öffentliche Kultur (ask) und dem Schülerplanspiel United Nations (SPUN) ausgerichtet. Zu den Rednern gehörte neben Dr. Martin Booms (Leiter von ask), Renate Maria Hendricks (bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag) und Gabriele Klingmüller (Bürgermeisterin der Stadt Bonn) auch der deutsche Jugenddelegierte Alexander Kauschanski.

Die Teilnehmer gingen unter anderem der Frage nach, welcher Platz Eigenständigkeit und Reflektionsfähigkeit im heutigen Bildungssystem zukommt. Hierbei wurde insbesondere die Umstellung auf das G8 kritisch unter die Lupe genommen. Alexander Kauschanski stellte in diesem Zusammenhang fest:„Auf individuelle Talente und Fähigkeiten wird in der Schule nicht eingegangen. Es zählt nur die reine Wissensvermittlung. Da geht viel Talent verloren“. Ähnlich kritisch wurde die Umstellung auf den Bachelor- und Masterabschluss diskutiert. Hierzu bemerkte Alexander: „Den jungen Studierenden, die teilweise mit 17 Jahren an den Unis beginnen, fehlt es an persönlicher Reife“.  In der Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass sowohl in der Schule als auch an den Universitäten neben der Wissensvermittlung auch dem Erwerb von Kompetenzen ausreichend Aufmerksamkeit zukommen muss.

Alexander betonte zudem: „Wer Wissen hat, übernimmt auch immer Verantwortung für andere. Nicht jeder hat in unserer Gesellschaft die Möglichkeit, seine Meinung zu äußern. Die, die Wissen haben, sollten es auch nutzen“.

Einen ausführlichen Nachbericht zu der Podiumsdiskussion finden Sie auf der Internetseite der Friedrich-Ebert-Stiftung.

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