Mai 122008
 

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Dresden, 09.-12. Mai (Pfingsten): Über 25 000 Jugendliche trafen sich am Wochende rund um die Dresdner Frauenkirche bei EVA2008, zum ersten evangelischen Jugendfestival. Vor dem Hintergrund der biblischen Geschichte des Brudermordes unter Kain und Abel diskutierten alle von unserem Innenminister Wolfgang Schäuble, über den Bischof Wolfgang Huber bis hin zu Mitarbeitern von ProSieben über das Thema „Verantwortung übernehmen“: zu Hause, in der Schule, der Gesellschaft, in Wirtschaft oder in der Politik.

Innenminister Schäuble, der sich im Anschluss auch über die bei EVA anwesenden Projekte auf der Projektmeile informierte

Hauptdarsteller aber waren die Jugendlichen und Projektmacher, die aus allen Teilen Deutschlands und dem europäischen Ausland hierzu angereist waren: in 60 Workshops, die über das Wochenende verteilt waren, wurden über gesellschaftsrelevante Themen aus der Bibel, aber auch Rechtsextremismus, fairer Handel, Globalisierung oder HIV/AIDS. Außerdem gab es Podiumsdiskussionen mit namhaften Teilnehmern und ein riesiges Freizeitprogramm, bei dem alles zwischen A-Capella und 2Raumwohnung zum Besten gegeben wurden.

Wir selbst waren mittendrin: Das ganze Wochenende über diskutierten wir mit einer Riesenmenge Passanten, engagierten Jugendlichen und einigen Politikern über Jugendpartizipation und das Jugenddelegiertenprogramm. Während unser Gästebuch also immer voller wurde, entdeckten Nico und ich jede Stunde neue interessante Tourstationen.

Am Nachmittag des 10. Mai ging es für mich zu einer Podiumsdiskussion, in der Schüler, Vertreter aus der Gamer-Szene, ein ProSieben Mitarbeiter und Vertreter der Kirchen über das Thema „Gewalt in den Medien“ debattierten. Es folgte ein interessanter Nachmittag voller Konzerte und neuen Kontakten in alle Ecken Deutschlands.

Podiumsdiskussion „Gewalt in Medien“

Staunen erregende Projekte gab es an allen Ecken und Enden, wie zum Beispiel ein Projekt aus Freiberg in Sachsen: Dort haben Schüler die „Namaste S-GmbH“ (Namaste = soviel wie „hallo“ in der Landessprache Nepals) gegründet. Namaste S-GmbH ist eine Schülerfirma, dessen Einnahmen durch Spenden oder Aktionen auf lokaler Ebene zur Entwicklungshilfe einer Partnerschule und dessen Dorfes in Nepal verwendet wird. Was früher auf Skepsis seitens Schulleiter und anderer gestoßen ist, löst nun Staunen aus: alles zwischen Solarzellen, Hilfe für Sehbehinderte, einem Kindergarten oder die Erweiterung der Schule auf 5.-8. Klassen konnte durch die Namaste S-GmbH finanziert werden. Aus diesem Grund wurden die Schüler bereits mit dem Freiberger Jugendpreis und als offizielles UNESCO Projekt der Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005 bis 2014) ausgezeichnet.

Jugenddelegierte und Schüler Helfen Leben!

Wir danken dem Festivalorga-Team und senden herzliche Grüße an unsere Nachbarn, die Jungs und Mädels von Steinschleuder e.V. und Schüler Helfen Leben.

Bis zum nächsten Mal,
Astrid