Okt 042016
 

Es ist soweit: Heute startete der dritte Ausschuss der UN-Generalversammlung. Nach einem Kick-Off mit allen diesjährigen Jugenddelegierten – knappe 70 tolle Menschen dieses Jahr! – geht es nun in die Reden, Side Events und Verhandlungen. Weiterlesen »

Aug 092016
 

Die letzten Monate waren ganz schön voll – wir haben viel gesehen, viel diskutiert und sind viel gereist. Heute wollen wir euch mal einen kurzen Überblick geben, wo wir schon alles waren und was wir da so alles gemacht haben:

Berlin 24.-27.04. Wissenstransfer und Übergabe mit DNK, DGVN und ehemaligen Jugenddelegierten

Berlin 25.04. Besuch des Dialogforums UN-Women mit den ehemaligen Jugenddelegierten

Berlin 28.04. Interview mit einer Journalisitin von der ze.tt, bento sowie eigenen Blog Knowing (wh)y: Eric und Katharina geben ein Interview über ihre Arbeit, weshalb sie sich engagieren und wie sich die Jugend heutzutage engagiert

 Berlin 02.-04.05. Konferenz „Jumpstarting the SDGs in Germany“ vom BMEL und IASS: Katharina besucht die dreitägige Konferenz und tauscht sich mit Anwesenden aus

 Karlsruhe 04.-08.05. Workshop zur Jugendbeteiligung und Vernetzung auf dem Christival – christliches Jugendfestival: Eric hat neben vielen Gesprächen und Diskussionen mit Teilnehmern, 45 Minuten Zeit die Arbeit der JD vorzustellen und die Jugendlichen zu ermutigen aktiv zu werden und sich in die Gesellschaft einzubringen

Berlin 09.05. Treffen mit der Jugenddelegierten aus Finnland: Katharina trifft sich mit Sonja, der diesjährigen Jugenddelegierten aus Finnland. Tauschen sich über die Programme aus und was gemeinsam dieses Jahr gemacht werden kann

Straßburg 20.-22.05. European Youth Event: Eric reist mit dem DBJR. Viele neue Kontakte und Vernetzungen, interessanten Input zur Politik

 Rostock 26.-29.05. Baltic Model United Nations BALMUN: Katharina besucht die BALMUN, gibt dort einen Workshop zu Jugendpartizipation und eine kurze Abschlussrede und bekommt die verabschiedeten Resolutionen überreicht

 Düsseldorf 28.05. Internationales Sprach- und Kulturfestival: Eric hält eine kurze Rede auf dem Festival. Super Feedback und Kontakt zu RTL Moderatorin Katja Burkard

Frankfurt/Main 29.05. Kindergipfel der Naturfreundejugend: Eric wird als Botschafter für die Forderungen der Kinder gewählt. Kontakte zu verschiedenen Bundestagsabgeordneten und anderen

Berlin 30.05.-10.06. Hospitanz BMFSFJ: Eric und Katharina hospitieren für zwei Wochen im BMFSFJ und bekommen in alle relevanten Referate Einblick, Gespräche mit den PSt, Besuch eines Bundestagsausschusses

Berlin 31.05. Gespräch mit Steinmeier und Besuch des Auswärtigen Amts

Lübeck 01.06. Model United Nations of Lübeck: Eric hält eine Rede

 Leipzig 02.06. Denkforum Soziale Marktwirtschaft – Thema Globalisierung der FAZ: Katharina hält einen kurzen Vortrag zu Jugendpartizipation und diskutiert im Anschluss im Rahmen der „Jungen Debatte“ über Bezüge zur Globalisierung

 Nürnberg 04.06. Jugendfestival von UNICEF: Katharina hält einen Workshop zu internationaler Jugendbeteiligung

 Interview mit joiz Germany: Auf Facebook ist das Interview verlinkt

 Berlin 09.06. Vorstandssitzung des DNK

 Oldenburg 14.06. Oldenburg Model United Nations OLMUN: Eric hält eine Eröffnungsrede

Dresden, 14.06. MDR 1-Talkshow: Katharina ist bei einer drei(!)-stündigen Diskussionsrunde rund um das Thema Soziale Marktwirtschaft dabei als „junge Stimme“

 Regensburg 16.06. Besuch Werner-Siemens-Gymnasium: Katharina hält Workshop zu SDGs und Ernährung in einer globalisierten Welt, tauscht sich mit den Schüler*innen zur UN aus und sammelt Forderungen

 Berlin 22.06. Parlamentarischer Abend des Bündnis Zukunftsbildung (u.a. mit Oxfam, NAJU, WWF, BUNDjugend, Germanwatch, welthungerhilfe): Katharina stellt ihre Arbeit als Jugenddelegierte vor, wie junge Menschen in die Gestaltung von Bildung eingebunden werden. Zudem sammelt sie Wünsche und Anliegen, wie (politische) formale und nonformale Bildung gestaltet werden soll

 Köln 27.-28.06. Studienreise von Auszubildenden durch die DGVN NRW: Eric besucht die Auszubildenden der Stadtverwaltung. Vorstellung unserer Arbeit. Design thinking zum Thema „Jugendliche und politische Bildung“. Diskussion über Tagespolitik, Brexit und Jugend

Köln 28.06: Zwei Stündiger Workshops mit Sozialwissenschaften Grundkurs, 12. Klasse. Diskussion über SDGs, Lebenswelten der Schüler, Brexit und Jugend, Engagement, politische Meinungsbildung

Bonn 30.06. ZukunftsTour des BMZ, Globales Engagement und giz: Katharina gibt einen Input zu Klima im Rahmen des Jugendparlaments in ihrer Rolle als Bundesjugendsprecherin sowie Jugenddelegierte, tauscht sich mit jungen Aktiven aus

Berlin 01.07. JugendForum: Katharina ist beim JugendForum des Abgeordnetenhauses Berlins dabei, am Stand der jungen DGVN und sammelt Forderungen an die UN, zudem gab es ein kurzes Interview mit dem lokalen Jugendsender ALEX

Bonn 02.07. Podiumsdiskussion zum Thema Bildung der FES und SPUN: Eric diskutiert über Bildung

München 04.07. Beiratstreffen Denkforum FAZ: Katharina ist zum Beiratsforum des Denkforums eingeladen, gibt dort Input dazu, was jungen Menschen wichtig ist und tauscht sich mit den Vorstandsmitgliedern über die Weiterentwicklung des Denkraums aus

Berlin 05.07. Peacelab Auswärtiges Amt: Eric nimmt teil. Input für unsere Arbeit. Wir sollen einen Beitrag für den Blog schreiben

Lüneburg 06.07. DIES Academicus der Leuphana: Eric vergibt Ehrenamtspreis an studentische Projekte. Verschiedene Kontakte mit Uni Präsident und interessierte Professoren ergeben sich.

Gernsbach (Ba-Wü) 25.07.16 Tourstation an Wirtschaftsoberschule: Eric besucht Schulklasse

Brüssel 29.-31.07. UN Advocacy meeting: Katharina und Eric nehmen teil am europaweiten Treffen der Jugenddelegierten. Netzwerken für NY und Themensuche für das Side Event stehen auf der Agenda

 

Weiteres: Katharina hat auf der BALMUN ein kleines Video gedreht, was sich zwei junge Menschen von dem*der Generalsekretär*in wünschen: #YourNextSG

Am 20. Juni hatten wir eine Telefonkonferenz mit den Jugenddelegierten zur nachhaltigen Entwicklung und haben uns vernetzt.

Falls auch ihr uns mal zu Besuch haben wollt, Fragen oder Ideen habt, dann schreibt uns! 🙂 katharina@jugenddelegierte.de | eric@jugenddelegierte.de

Apr 182016
 

Die 54. Sitzung der Sozialentwicklungskommission (SEK) fand vom 3. – 12 Februar 2016 im Hauptsitz der Vereinten12705233_575322419311190_5716257434264984170_n Nationen statt. Wie im letzten Jahr lautete der Themenschwerpunkt „Soziale Entwicklung in der modernen Welt neu denken und stärken.“ Während der Kommission wurde vor allem beratschlagt, wie die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) zur Stärkung sozialer Entwicklung beitragen können.

Im Vorfeld der SEK nahmen wir am 1. und 2. Februar am Jugendforum des Wirtschafts- und Sozialrats (ECOSOC) der Vereinten Nationen teil. Das Forum stand unter dem Leitthema „Youth Taking Action to Implement the 2030 Agenda“. Enttäuschend war jedoch die Interaktion und die Jugendbeteiligung. Trotz Verbesserungsvorschlägen und Input von Seiten der internationalen Jugenddelegierten und anderen Jugendvertreter*innen wurde nur wenig am Format des Forums geändert. Junge Menschen kamen selten zu Wort während Statements von Jugendministern aus aller Welt dominierten. Positionspapiere wurden nicht mit den jungen Menschen ausgearbeitet, sondern vorgefertigt. Auch das Abschlussdokument kam durch einen intransparenten Prozess zustande. Symptomatisch war dafür, dass in der Eröffnungsveranstaltung ausschließlich Menschen sprachen, die älter als 25 Jahre waren und somit laut UN-Definition nicht mehr als Jugendliche gelten. Grundsätzlich bietet das Jugendforum große Potenziale, junge Menschen und Entscheidungsträger zusammenzubringen und gemeinsame Ziele für Jugendpolitik und –Beteiligung in Hinblick auf globale, nationale und lokale Zusammenarbeit aufzustellen. Dieses Potenzial geht jedoch durch das aktuelle Format und die wenig partizipative Umsetzung bislang verloren.

Während der SEK konzentrierte sich unsere Arbeit auf die Rede, das Side Event und die Kooperation mit der World Federation of United Nations Associations (WFUNA), den Ständigen Vertretungen und anderen UN Jugenddelegierten. Schnell haben wir unseren Fokus vom Besuch vieler Side Events auf bi- und multilaterale Treffen sowie den direkten Austausch mit anderen Organisationen gelenkt. So trafen wir uns beispielsweise mit Vertreter*innen der amerikanischen Botschaft, aber auch mit Praktikant*innen der Initiative „Pay Your Interns“, die sich für eine fairere Behandlung der unbezahlt arbeitenden jungen Menschen einsetzt. Insgesamt waren sich die Redner der SEK, vor allem in denen der Jugenddelegierten und zivilgesellschaftlichen Organisationen darin einig, verstärkt mit betroffenen Menschen an sozialer Entwicklung zusammenarbeiten zu müssen und diese aktiv einzubeziehen. Dadurch würde eine stärkere Verbindung zur Lebensrealität der Menschen, ihrer Probleme und Herausforderungen geschaffen werden.

Unsere Rede stand im Zeichen d12669430_569684529874979_105211137901672515_ner Chancengleichheit und der Menschenrechte. Wir stellten heraus, dass sich viele Möglichkeiten in unserem Leben aus dem puren Zufall ergeben. So ziehen wir alle bei unserer Geburt ein Los, welches über unser Geschlecht, unsere Nationalität, Familie, unseren Status, unsere finanziellen Möglichkeiten sexuelle Orientierung, Religionszugehörigkeit und Ethnie entscheidet. Dieses Los haben mehr als 7 Milliarden Menschen gezogen. Ob man unter den 62 Menschen ist, denen finanziell gesehen die halbe Welt gehört, unter 60 Millionen Menschen auf der Flucht oder als benachteiligte Frau geboren wird, entscheidet das Glücksrad des Lebens. In unserer Rede forderten wir die Umsetzung der globalen Entwicklungsagenda und der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von allen Staaten für jeden Menschen dieser Welt. Darüber hinaus appellierten wir für Chancengleichheit bei Bildungsfragen und fair bezahlte Praktika bei den Vereinten Nationen. Wir plädierten für nachhaltige Lösungen für Flüchtlingsbewegungen. So sollen Kriege beendet und Konflikte diplomatisch gelöst werden. Auch prangerten wir die ungerechte Verteilung von Wohlstand auf der Welt an und wiesen darauf hin, dass Radikalisierung und Extremismus vor allem bei jungen Menschen häufig aus Armut und Perspektivlosigkeit erwachsen.

Wie zur Generalversammlung veranstalteten wir auch zur SEK ein Side Event unter dem Titel „Lost Generations“. Die Veranstaltung behandelte die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Flüchtlingskrise. Die 140 Besucher*innen füllten das komplette Auditorium der Ständigen Vertretung Deutschlands. Sie kamen aus dem UN-System, von den verschiedenen Vertretungen und aus der amerikanischen Zivilgesellschaft. Einen ausführlicheren Bericht zum Side Event findet Ihr hier.

Neben der Organisation des eigenen Side Events besuchten wir Veranstaltungen, die von den ständigen Vertretungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Gesandten aus dem UN-Syste12321667_577799145730184_3976992197239162108_nm und anderen Jugenddelegierten ausgerichtet wurden. Die thematische Vielfalt reichte dabei von: „Jungen Menschen und Extremismus“ über „Werkzeugkoffer zur Implementierung der nachhaltigen Entwicklungsziele“ bis hin zu „Jungen Frauen in Wissenschaft und Forschung“. Trotz der Bandbreite an Themen und geladenen Panellisten fiel uns häufig auf, dass Redner, die von außerhalb des UN-Systems kamen, besonders erfrischende und zielführende Impulse miteinbringen konnten. Menschen mit Praxiserfahrung auf lokaler oder nationaler Ebene stellen dabei häufig die Verbindung zwischen abstrakter UN-Arbeit und den tatsächlichen Lebensrealitäten der Menschen her. Wir halten es für sehr wichtig, dass sich die UN weiter öffnet und mehr zu „United Actors“ wird.

Bei der SEK und dem Jugendforum waren deutlich weniger Jugenddelegierte vertreten als zur Generalversammlung. Jugenddelegierte aus Belgien, Bulgarien, Deutschland, Georgien, den Niederlanden, Rumänien, die Schweiz die Ukraine und der USA waren angereist. Zwischen den Jugenddelegierten tauschten wir Best Practices aus. Jungen Jugenddelegiertenprogrammen wie dem Ukrainischen konnten wir viele Hinweise und Ideen zur nationalen Konsultationstour, dem Auswahlverfahren, Öffentlichkeitsarbeit, der Organisation von Side Events und der grundsätzlichen Arbeit in New York auf den Weg geben. Weiterhin gibt es ein Ungleichgewicht zwischen den Rechten, der Quantität und der Qualität der Jugenddelegiertenprogramme des globalen Nordens und des globalen Südens. Durch die Stärkung verschiedener Jugenddelegiertenprogramme hoffen wir diese zu durchbrechen und werden uns in den kommenden Monaten bemühen, zumindest einen afrikanischen Staat für das Programm zu gewinnen.

Wie bereits bei der Generalversammlung, zeigte sich auch bei der SEK, dass immer noch eine Kluft zwischen den Forderungen nach Jugendbeteiligung und den realen Partizipationsmöglichkeiten junger Menschen bei den Vereinten Nationen besteht. G12783619_584229818420450_5284067599218099902_oleichzeitig verdeutlichte die zweite UN-Konferenz, an der wir als Jugenddelegierte teilnehmen konnten, wie wichtig die Erfahrung und die Möglichkeit zur Vernetzung für junge Menschen in internationalen Foren sind. Vor diesem Hintergrund ist eine Stärkung und Vertiefung der Jugendpartizipation bei den Vereinten Nationen unabdingbar.

Den vollständigen Text unserer Rede findet Ihr hier.

Apr 172016
 

„Lost Generations“ – Children and 24850983641_d517a04011_oYouth in Refugee Crises – So lautete der Titel, den Carina und Alexander ihrem eigens veranstalteten Side Event der Sozialentwicklungskommission gaben. Thema war die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Flüchtlingskrise, der sogenannten „Lost Generations“. Im Gespräch sollten Möglichkeiten zu ihrem Schutz und ihrer Förderung besprochen werden. Auf dem Podium saß Manar Marouf, eine syrische Akademikerin, Mario Russell, ein amerikanischer Menschenrechtsvertreter und Anwalt sowie Michelle Cervantes, eine Mitarbeiterin des UNHCR im UN-Hauptquartier.

140 Besucher*innen füllten das komplette Auditorium der Ständigen Vertretung Deutschlands. Sie kamen aus dem UN-System, von den verschiedenen Vertretungen und aus der amerikanischen Zivilgesellschaft. Getwittert wurde zu dem Hastag #HumanSide16. Mit einer interaktiven „Twitter-Wall“ konnte das Publikum Anstöße zur Diskussion einbringen.24850980611_b584af2561_o

Die Eröffnungsrede hielt Reinhard Krapp, Leiter der Wirtschaftsabteilung der deutschen UN-Vertretung. Er betonte, da es sich um ein Problem globaler Natur handle, benötigten wir auch eine globale Lastenverteilung. Vor allem jene Länder, die die größten Flüchtlingsmassen aufgenommen haben, wie die Türkei, Jordanien und der Libanon, bräuchten unsere Unterstützung.

Carina erklärte in ihrer Ansprache, den Hintergrund des Side Events. Schließlich vertritt sie gemeinsam mit Alexander nicht nur Deutsche, sondern vielmehr die gesamte Jugend, die in Deutschland lebt – also auch Flüchlinge. Um ihre Situation zu verbessern, seien die Vereinten Nationen von zentraler Bedeutung, wie Alexander in seiner Ansprache sagte.

Manar Marouf begann mit einem Zitat: „No one leaves home, unless home is the mouth of a shark”. Sie selbst lebte und studierte in Syrien, arbeitet nun in New York für das International Rescue Committee. Ihrer Meinung nach verlässt niemand leichtfertig sein zu Hause. Es brauche einen „turning point“,  an dem man entweder vor der Wahl stehe, das Land zu verlassen oder sich an der Gewalt zu beteiligen. Gerade Kinder und Jugendliche seien am verletzlichsten. Sie hätten keine Entscheidungsgewalt, sondern folgten ihren Familien. Sie verbrächten teilweise Jahre in Flüchtlingslagern, ohne Beschäftigung, ohne Bildung. Diejenigen die in den Krisengebieten bleiben, seien durch Alternativlosigkeit und Verzweiflung noch mehr gefährdet, sich bewaffneten oder extremistischen Gruppen anzuschließen. Die einzige Lösung: den Krieg  zu beenden. Sie riet Deutschland davon ab, weitere Truppen nach Syrien zu schicken, da dies nur zu einer weiteren Radikalisierung und einer Verschärfung der Situation führen würde.

Mario R24576682489_52fa316f08_oussell stellte zunächst die Arbeit der Catholic Charities Division for Immigrant and Refugee Services vor. Diese würde nach dem Staat die größte Unterstützung für Flüchtlinge leisten. Jedes Jahr kämen etwa 70.000 Flüchtlingskinder und -jugendliche in die USA, vorwiegend aus dem „Northern Triangle“, Guatemala, Honduras und El Salvador. Diese jungen Menschen litten oft unter traumatischen Erfahrungen von Gewalt und Morden, die zu PTSD oder Drogenmissbrauch führen könnten. Zwei von drei Mädchen hätten entweder in ihrem Herkunftsland oder auf der Flucht sexuellen Missbrauch erfahren. Die große Herausforderung sei es, mit diesen Problemen richtig umzugehen und zu vermeiden, dass die Kinder und Jugendliche auf die schiefe Bahn geraten, sich beispielsweise Banden anschließen. Durch die Hilfe von Catholic Charities würden diese Kinder lernen über ihre Probleme zu sprechen.

Michelle Cervantes vom UNHCR brachte allen Anwesenden noch einmal deutlich vor Augen, dass  die UN-Organisation vor allem von freiwilligen Spenden abhängig sei, da ihr Anteil des VN-Budgets lediglich zwei Prozent beträgt. Problematisch sieht sie die Lage in Syrien, Afghanistan und Somalia. An diesen Landesgrenzen kämen Menschen an, die nichts mehr besäßen und die Zustände in den Lagern seien teilweise bedenklich. Politische Lösungen seien ein Muss, vor allem aber solle die Jugend weltweit sich an der Lösungsfindung beteiligen. Drängend sei vor allem die Frage, wie der Zugang zu Bildung unter schwierigen Umständen gewährleistet werden könne.

Aus dem Publikum meldete sich eine junge Vertreterin der somalischen UN-Vertretung zur Bedeutung sozialer Netzwerke. Diese würden von extremistischen Gruppen zur Rekrutierung missbraucht werden. Umso wichtiger sei es, dass die Jugend weltweit Worte der Unterstützung verbreite, um den Hassreden im Internet entgegenzuwirken.

Alle Beteiligten werteten die Veranstaltung als einen vollen Erfolg. Das Format wurde von v24313718714_458933bff8_oielen Teilnehmenden als sehr innovativ wahrgenommen und gab wichtige Denkanstöße. Vor allem der substantielle Gehalt der Diskussion sowie die Relevanz des Themas wurden gelobt. In seinem Abschlussstatement schloss Alexander damit, dass nie vergessen werden dürfe, dass hinter jedem Flüchtling ein Mensch und eine individuelle Geschichte stecke.

Weitere Fotos vom Side Event findet Ihr hier.

Jan 162016
 
Carina Cellsche Zeitung

Quelle: Cellsche Zeitung, 13.01.2016

Am 12. Februar besuchte Carina das Ernestinum Gymnasium in Celle und sprach mit den Schülern der 10. Klasse über ihre Arbeit als Jugenddelegierte und die Funktionsweise der Vereinten Nationen. Die Cellsche Zeitung war dabei und berichtete. Den Artikel könnt ihr hier nachlesen.