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Q&A zur Bewerbung

Hier beantworten wir die wichtigsten der fast 50 Fragen zur Bewerbung online, die uns beim Q&A über Zoom am 6. Januar mit 40 Interessierten gestellt wurden. Wir haben sie nach den Kategorien Bewerbungsprozess/-unterlagen, Voraussetzungen, Zeitaufwand, und Details zur Arbeit sortiert. Außerdem haben wir während der Zoom Session mit einer kurzen Präsentation in die Aufgaben der Jugenddelegierten eingeführt. Die Präsentation kannst Du hier ansehen: 

Powerpoint: Einführung Q&A zur Bewerbung

Jetzt noch schnell bis zum 10. Januar bewerben!

A) Bewerbungsprozess/-unterlagen

1. Muss es ein tabellarischer Lebenslauf sein? Und was gehört da rein? Was ist mit einer Referenz und Nachweisen fürs ehrenamtliche Engagement?

Ja, das macht es Dir und der Jury einfacher als ein ausgeschriebener Lebenslauf. Du kannst hier Deine Bildung, berufliche/praktische Erfahrung und Dein Engagement angeben. Denk auch an eine Referenz, bspw. aus dem ehrenamtlichen, akademischen oder professionellen Bereich. Das sollte einfach eine Person sein, die Aussagen über Dich treffen kann und im Zweifelsfall Dein Engagement bestätigen kann. Du musst keine Nachweise für Dein ehrenamtliches Engagement hochladen. 

 

2. Kann man auch Erfahrungen in den Lebenslauf schreiben, die erst noch anstehen, bsp. anstehendes bestätigtes Praktikum/MUN/…?

Wenn es sich dabei schon um bestätigte Praktika handelt, kannst Du das mit einem vorangestellten “voraussichtlich” in den Lebenslauf schreiben. 

 

3. Wie ausführlich sollte die Bewerbung sein? (Motivationsschreiben, Lebenslauf, …) Gibt es ein Maximum? Wie genau wird das genommen? 

Aus der Ausschreibung geht hervor, dass das Motivationsschreiben max. 3000 Zeichen und der Lebenslauf max. 2 Seiten umfassen sollte. Du solltest dich daran auch halten.

 

4. Wieviele Leute kommen jeweils in die engeren Runden?

In unserem Jahr wurden mit 16 Menschen Telefoninterviews geführt und 6 nach Berlin in die finale Runde eingeladen.

 

5. Findet die Auswahl auf deutsch satt?

Wie auch bei der Online-Bewerbung gibt es kleine Teile auf Englisch. 

 

6. Wie habt ihr euch auf das Assessment Center in Berlin vorbereitet?

An den zwei Tagen in Berlin bekommst Du eine konkrete Aufgabe vorher, auf die kannst Du Dich in Ruhe ausführlich zuhause vorbereiten. Ansonsten haben wir uns eingelesen, was die UN mit und für junge Menschen macht, was unsere Träger*innen machen und uns gefragt, welche Rolle und Schwerpunkte wir als Jugenddelegierte haben möchten oder können.

 

7. Wer sucht die Jugenddelegierten aus?

Die Jugenddelegierten werden durch Vertreter*innen der DGVN und gewählte Vertreter*innen des DNK ausgewählt. Dabei haben auch das Auswärtige Amt und das Jugendministerium (BMFSFJ) ein Mitspracherecht. Auch wir Jugenddelegierte beraten für die Auswahl, haben aber kein Stimmrecht. 

 

8. Darf man sich mehrmals, also in verschiedenen Jahren, bewerben?

So oft Du willst.

 

B) Voraussetzungen

9. Welche Erfahrungen in der Jugendarbeit braucht man? Sucht ihr insbesondere nach jungen Leuten, die bereits überregionale Erfahrungen im Ehrenamt, bspw. in der internationalen Jugendverbandsarbeit, gesammelt, oder auch nach welchen, die “nur” lokale Erfahrungen sammeln konnten?

Für das Amt solltest Du Erfahrungen in der (organisierten) verbandlichen Jugendarbeit und besonderes Interesse an den Vereinten Nationen haben. In mindestens einem der beiden Bereiche solltest Du dich ehrenamtlich engagieren bzw. engagiert haben. Du musst keine ehrenamtliche Erfahrung mit internationalem Bezug gemacht haben. Die ist auch nicht besser als lokales Engagement, generell ist nicht ein Engagement besser als das andere, sondern alles zählt! Großartig, wenn Du dich im Rahmen deiner Möglichkeiten für etwas einsetzt, ganz egal auf welcher Ebene. Wir finden alle Erfahrungen in der Jugendarbeit wertvoll und Deine gehören dazu.

 

10. Wie alt darf man für die Bewerbung sein? 

Du kannst Dich dieses Jahr noch bewerben, wenn Du zum 01.09.2021 max. 25 Jahre alt bist. Im nächsten Jahr gilt das gleiche: Du darfst zum 01.09.2022 max. 25 Jahre alt sein.

 

11. Spielen schulische Leistungen eine Rolle?

Nein, gar nicht. Schulische oder universitäre Leistungen sagen nichts über Dich als Mensch und Dein wertvolles ehrenamtliches Engagement aus.

 

12. Habe ich das richtig verstanden, wenn man sich nebenbei parteipolitisch engagiert, muss man dann auch Äußerungen, die man parteibezogen von sich gibt, vorher mit DGVN und DNK absprechen? Oder darf man sich während der Zeit nicht parteipolitisch engagieren?

Privat darfst Du weiterhin dein parteipolitisches Engagement fortführen, sogar selbst öffentlich für den Bundestag kandidieren, wenn das eine Option für Dich ist. Es ist einzig wichtig, dass Du deine persönliche politische Haltung nicht mit in dieses Amt nimmst und so die Position der Jugenddelegierten “zweckentfremdest”, um eine parteipolitische Agenda durchzusetzen. Im DNK ist auch der Ring politischer Jugend vertreten, in dem verschiedene politische Positionen bestehen. Mit dem Anspruch alle jungen Menschen aus Deutschland in der Aufgabe bei den Vereinten Nationen im Blick zu behalten, musst Du dich zumindest in dieser Rolle über derlei politische Positionen stellen – das ist aber auch einfach bei den Themen Frieden, Menschenrechtsschutz, Klimawandel, Mitbestimmung etc. 

 

13. Ist es ein Problem für die Bewerbung, wenn man wegen des Studiums außerhalb Deutschlands wohnt? Auch wenn es erst nach der Auswahl bpsw. für ein Masterstudium ins Ausland geht? Muss man also das ganze Jahr über in Deutschland sein oder ist es möglich, auch ab und an aus dem europäischen Ausland anzureisen?

Du sollst während des Programms grundsätzlich in Deutschland leben. Dadurch ist die Anreise für Workshops und Termine in Berlin kürzer und die Fahrtkosten geringer, die können auch nur innerdeutsch erstattet werden.  Falls Du nur für einen begrenzten Zeitraum während des Programms im Ausland bist, kannst du im Zweifelsfall bei jugendreferat@dgvn.de oder dnk@dbjr.de nachfragen.

 

14. Sollte man später bei den UN arbeiten wollen?

Nein, das ist keine Voraussetzung, um Jugenddelegiert*e zu werden. Leider bewerben sich immer nur sehr wenige Menschen, die eine Ausbildung machen oder schon arbeiten und nicht studieren. Aber auch dann bist Du super geeignet, Jugenddelegierte*r zu werden. 

 

15. Muss man DGVN Mitglied sein? 

Nein. 

 

16. Braucht man zwingend die deutsche Staatsangehörigkeit?

Leider ja. 

 

17. Ist es schlimm, wenn man besser Englisch kann als Deutsch?

Nein, das ist nicht schlimm. Dein Deutsch sollte aber ausreichen, um Gespräche im Auswärtigen Amt und Jugendministerium sowie mit Jugendgruppen zu führen. 

 

18. Sind weitere Sprachkenntnisse von Vorteil? 

Sie sind keine Voraussetzung und wir haben sie nie gebraucht. Es kann aber bestimmt bei der Generalversammlung Menschen aus anderssprachigen Regionen erfreuen.

 

19. Ist es ein Pluspunkt, wenn man in den Bundestag will oder sich zum Amt des Bundeskanzlers hinarbeiten will, als Referenz das Amt zu haben?

Aus dieser Motivation heraus, solltest Du dich nicht bewerben. Für die berufliche Laufbahn zählen sicherlich anerkannte Arbeitserfahrung (oder Praktika) und die akademische Bildung mehr als dieses Ehrenamt. Ein Pluspunkt ist es, Einblicke in die Arbeit der Ministerien zu erhalten und so vielleicht besser zu wissen, ob es Dir gefallen würde, in diesem Kontext zu arbeiten. Und natürlich entwickelst Du Dich (wie in anderen Ehrenämtern auch) persönlich in dem Jahr weiter. Einfach nur die Referenz hilft Dir aber wenig. 

 

C) Zeitaufwand

19. Wie sieht es aus, wenn man im Juli eine Auszeit/ein mehrwöchiges Praktikum plant, insbesondere in Hinblick auf die Jugendkonsultationen

Die Jugendkonsultationen sind zwar für den Juni-August geplant, Du kannst diese aber natürlich nach Deinem Zeitplan organisieren. Im Mai hospitierst Du im Jugendministerium (BMFSFJ) und kannst auch dann schon Workshops organisieren. Frühere Jugenddelegierte haben erst im August Jugendkonsultationen durchgeführt und viele junge Menschen in sehr kurzer Zeit getroffen. Die Organisation liegt ganz in Deiner Hand.

Ein Praktikum ist eine gute Möglichkeit, Dich weiterzuentwickeln und einen (neuen) Themenbereich besser kennenzulernen. Die Erfahrungen werden Dir vielleicht auch im Amt weiterhelfen und wir möchten Dich ermutigen, das Jugenddelegiertenamt als Ehrenamt zu leben, das auch mal mit weniger zeitlichem Aufwand leistbar ist. Außerdem arbeitest Du im Team und das ist Eure größte Stärke.

 

20. Musstet ihr eure ganzen anderen Freizeitaktivitäten/Engagement aufhören?

Nein, wir sind beider auch weiterhin anderweitig ehrenamtlich aktiv und gehen unseren Freizeitaktivitäten nach. Das erfordert aber ein hohes Maß an Koordination und der Fähigkeit, sich selbst Grenzen zu ziehen. Sei Dir auch bewusst, dass Du dann in einem anderen Ehrenamt vielleicht nicht so viel leisten kannst, wie sonst. Als Jugenddelegierte*r kann man wirklich viel machen und so ist es sehr verlockend, auch viel Zeit zu investieren. Aber es ist und bleibt ein Ehrenamt, durch das Du nicht alles aufgeben solltest. 

 

21. Wieviel findet unter der Woche und am Wochenende statt, also Termine/Veranstaltungen?

Du kannst Dir Deine Termine in Absprache mit Deinem Jugenddelegiertenteam selber organisieren. So können viele Jugendkonsultationen am Wochenende stattfinden. Beachte bitte, dass Kooperationspartner*innen (Träger*innen, Ministerien, Ständige Vertretung Deutschland bei den Vereinten Nationen, Workshop-Ansprechpartner*innen, etc.) hauptamtlich arbeiten und so nur in der Woche mit Dir in den Austausch treten können.

 

22. Sind die anfallenden Reisen ein Problem für das Studium, bzw. die Uni?

Schau Dir am besten den Zeitplan des Amtes an und überlege Dir, ob Du im Oktober und Februar für einige Wochen die Uni vernachlässigen kannst, ob du Klausurphasen oder Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht hast, die Du nicht ein Semester verschieben kannst. Viele Jugenddelegierte haben sich ein Urlaubssemester für das Amt genommen. Vielleicht hast Du die Gelegenheit mit einer Studienberatung zu sprechen, die Dein Studium genau kennt. Wir empfehlen, Dich davon nicht abhalten zu lassen.

 

D) Details zur Arbeit der Jugenddelegierten

23. Wie frei ist man in der Auswahl der Gespräche/Workshops, die man plant/durchführt? Also z.B. mit wem man spricht?

Über den DBJR kann Werbung für Workshops an die über 50 Mitgliedsorganisationen kommuniziert werden, so hast Du immer die Möglichkeit sehr einfach mit Jugendverbänden/-organisationen zu sprechen. Darüber hinaus sind Dir keine Grenzen gesetzt, Workshops mit jungen Menschen zu organisieren. Die Jugenddelegierten versuchen immer viele diverse junge Menschen zu treffen, damit diese möglichst ausführlich über Meinungen und Forderungen informiert sind. Das empfehlen wir Dir auch, sodass Du gut für die Teilnahme an den UN-Konferenzen und Gesprächen mit (politischen) Kooperationspartnern vorbereitet bist. So sind bisher auch Treffen in Jugendarrestanstalten, Wohngruppen, Unterkunft für minderjährige unbegleitete Geflüchtete oder eine Übernachtung im Klimacamp zustande gekommen.

 

24. In welchen Jugendorganisationen oder Jugendgruppen wart ihr dabei und wieviele waren es?

Wir haben einige Workshops mit Schulklassen gemacht, mit der DGB-Jugend, der Sportjugend, einem Klimacamp, verschiedenen Hochschulgruppen (z.B. UNICEF und einer Stiftung), beim UNICEF Youth Festival, mit Kreisjugendringen, Jugendzentren, JUNON, den Pfadfinder*innen, dem Jugendrotkreuz… An Workshops nehmen mal 10 und mal 25 Menschen teil.

 

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