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UN75: The Future We Want – Ergebnisse einer globalen Kampagne

Über 1,5 Millionen Menschen auf 195 verschiedenen Ländern haben auf der ganzen Welt an der globalen Kampagne zur Zukunft der Vereinten Nationen teilgenommen, die UN-Generalsekretär Antonio Guterres anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Organisation vor einem Jahr ins Leben rief. Vielleicht bist Du sogar eine*r von ihnen? Auch wir haben bspw. in Workshops zur Teilnahme aufgerufen.

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In der größten „weltweiten Unterhaltung“ teilten vor allem in Umfragen so viele Menschen wie nie zuvor ihre kurz- und langfristig wichtigsten Themen und Reformideen für die Vereinten Nationen. Grundsätzlich fanden dabei 97% (also über 1,45 Millionen Menschen), dass internationale Kooperation wichtig zur Lösung weltweiter Probleme ist (Hier geht’s zu unserem Artikel zu Jugend & Multilateralismus).

Während die Covid-19 Pandemie soziale Ungleichheiten verstärkt hat und Fortschritte in der menschlichen Entwicklung umkehrte, priorisierten die meisten Menschen kurzfristig den Zugang zu grundlegender Versorgung, insbesondere Gesundheit, und Unterstützung für die am schlimmsten betroffenen Menschen.

Die große Mehrheit der teilnehmenden nannte langfristig die Klimakrise und Umweltschutz die größte globale Herausforderung unserer Zeit. Weitere Top-Themen waren der Schutz der Menschenrechte (weltweit Platz 3), Beschäftigungsmöglichkeiten und das Ende von Konflikten. Dabei gibt es durchaus einen Unterschied zwischen verschiedenen Ländern: Gemäß dem UN Entwicklungsprogramm (UNDP) besonders „entwickelte“ Länder priorisieren Umweltschutz und Menschenrechte während weniger „entwickelte“ Länder Frieden und Zugang zu Grundversorgung größte Bedeutung beimessen.

Auffallend war der größere Optimismus für die Zukunft unter Menschen, die aus Ländern des globalen Südens kommen oder in Konfliktregionen leben – insgesamt glauben 59% der Menschen in Sub-Sahara Afrika, dass es ihnen 2045 besser als jetzt gehen wird im Vergleich zu 49% im globalen Durchschnitt. Das zeigt, dass viele Menschen an eine positive Entwicklung ihrer Lebensbedingungen glauben. Hierfür spielen auch die Organisationen des UN-Systems eine große Rolle, wie etwa das 2020 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Welternährungsprogramm (WFP).

Insgesamt hatte die Kampagne eine wirklich große Reichweite mit fast allen Ländern dieser Welt, über 60.000 zivilgesellschaftlichen Organisationen und über 900 Millionen Menschen, die von UN75 Nachrichten, Veranstaltungen oder Updates gehört haben.

Damit die Vereinten Nationen auch langfristig die zentrale Organisation zur Lösung von Pandemien, der Klimakrise, Nuklearwaffen, zunehmenden Ungleichheiten, neue Formen von Gewalt und schneller Digitalisierung sein wird, fordern viele Menschen: Die UN müssen inklusiver und effektiver sein, bspw. durch einen reformierten UN-Sicherheitsrat. Weitere Empfehlungen lauten: Ein inklusives und partizipatives UN-System, mit einem verbesserten Verständnis für die Arbeit der UN bei den Bürgern auf der ganzen Welt, und ein UN-System, das sich mehr um die Bedürfnisse der Menschen zeigt.

Eine ausführlichere Zusammenstellung der wichtigsten Ergebnisse gibt es auf Englisch hier. Den ganz ausführlichen Bericht kannst Du hier lesen.

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